Heizkosten senken: So bleiben Sie warm, ohne zu ruinieren
Es ist ein Szenario, das sich jeden Winter wiederholt, wenn die Stromrechnungen in die Höhe schießen: Jemand zittert in einem großen Wohnzimmer, alle Heizkörper sind aufgedreht und kaum warm, überzeugt davon, dass es draußen einfach zu kalt ist. Die Diagnose des Autors dieses Leitfadens lautet anders. Es ist nicht die Temperatur, sondern die relative Luftfeuchtigkeit, die ein Haus in einen Kühlschrank verwandelt und dafür sorgt, dass die Heizung wirkungslos erscheint.
Die erste Maßnahme dieses Leitfadens kostet kein einziges Grad an Wärme: Trocknen. Ein Hygrometer aus dem Baumarkt, das etwa 12 Euro kostet, zeigt an, ob die Wohnung eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60 % aufweist. Über diesem Schwellenwert bringt ein elektrischer Luftentfeuchter mehr als zwei Grad Erhöhung des Thermostats. Das Kältegefühl sinkt, wenn die Feuchtigkeit abnimmt; es ist die Feuchtigkeit, die die Lungen belastet, nicht die trockene Kälte. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 % im Haus ist Heizen Geldverschwendung: Die Luft bleibt ungesund.
Fenster und Türen isolieren, bevor am Thermostat gedreht wird
Das zweite Problem sind Zugluftspalten. Silikon-Dichtungen für schlecht schließende Rahmen und Türbürsten an der Unterseite der Türen. Der Selbsttest: An einem sehr kalten Tag die Heizung einschalten und mit der Hand den Umfang jedes Fensters von der warmen Seite aus abfahren. Zugluft ist sofort spürbar. Wenn man wählen muss, sind innere Fensterläden vor äußeren zu bevorzugen, da sie geschlossen werden können, ohne das Fenster zu öffnen.
Hinter jedem Heizkörper verhindert eine Reflektorfolie, dass die Wärme in die Wand verloren geht. Sie kosten wenig, halten jahrelang und ihr Effekt ist deutlich, wenn der Heizkörper an einer Außenwand montiert ist; an Innenwänden ist der Nutzen geringer. Und eine Binsenweisheit, die jede Nacht missachtet wird: Rollläden und Fensterläden schließen. Egal wie gut isoliert das Glas ist, der Rollladen fügt immer eine zusätzliche Schicht hinzu.
Warum spart es Geld, die Heizung beim Verlassen des Hauses auszuschalten?
Weil der Mythos, dass es weniger Energie verbraucht, das Haus warm zu halten, als es von kalt aufzuheizen, falsch ist, so der Autor dieses Leitfadens. Die Wohnung erreicht ihre Zieltemperatur in Minuten wieder. Zeitschaltuhren, die die Heizung leeren Häusern anschalten, sind, um es mit den Worten des Autors zu sagen, Teufelswerk. Das Thermostat wird beim Verlassen heruntergedreht und bei Rückkehr wieder hochgestellt.
Die größten Einsparungen liegen jedoch darin, Heizkörper abzuschalten. Das gesamte Haus zu beheizen ist ein Luxus aus der Zeit vor billigem Öl. In Dörfern wurde früher nur die Küche beheizt; die anderen Räume wurden im Vorbeigehen durchquert, mit einem Fleece-Pullover darüber. Die Hälfte der Heizkörper abzuschalten führt nach seinen Erfahrungen zu einer um 40 % niedrigeren Rechnung. Das Bild eines großen Hauses mit allen offenen Heizkörpern und einem fröstelnden Besitzer ist nicht nur traurig, sondern auch absurd.
Menschen wärmen, nicht Kubikmeter
Luft ist ein schlechter Wärmeleiter. Tragbare elektrische Wärmespeicher, wie Casymen Rower, funktionieren umgekehrt: Sie laden in drei Minuten bei 600 oder 900 W auf und geben zwei bis drei Stunden lang Wärme ab. In einer Innentasche eines Fleece-Pullovers getragen, ermöglichen sie das Arbeiten in einem unbeheizten Raum. Die technische Frage, die sich sofort stellt, ist, ob sie den ersten Hauptsatz der Thermodynamik respektieren; die Antwort lautet ja, und wer diese Erfindung gemacht hat, verdient, so der Leitfaden, den Himmel aller Religionen.
Den Haken zeigt eine andere Berechnung: Ein Modell dieser Art verbraucht etwa 56,66 Wh beim Laden und liefert das Äquivalent von 18,88 W über drei Stunden, ähnlich einer 20-Watt-Birne. Umgerechnet auf Butan entspricht die gespeicherte Energie 4,5 Gramm. Die abgegebene Wärme ist bescheiden, aber sie trifft direkt den Körper.
Dazu kommen Mütze, Handschuhe, Halstuch, Winterkleidung aus skandinavischen Ländern und Socken aus Schafswolle. Die Füße sind entscheidend: Bei 15 Grad am Boden kann der Rest des Körpers 25 Grad haben, und das Empfinden bleibt dennoch kalt. Elektrische Decken werden aufgrund der Brandgefahr nicht empfohlen.
Butan ist keine billige Lösung, wie es scheint
Der Butan-Ofen wird als Notfalllösung verteidigt, aber die Zahlen stellen ihn unter die teuersten Optionen. Die Berechnung mit einer Flasche zu 17,50 Euro und 12,5 kg ergibt Kosten von 0,11 Euro pro kWh, nur knapp unter Strom. Erdgas liegt bei 0,059 Euro pro kWh und Pellets bei 0,034 Euro. Jedes verbrannte Kilogramm Butan erzeugt zudem 1,55 kg Wasser, das gelüftet oder entfeuchtet werden muss.
Die Alternative, die immer mehr Anhänger findet, ist ein Tisch mit Fußdecke (mesa camilla) und einem elektrischen Kohlebecken (brasero) mit 400 oder 500 W, zeitweise eingeschaltet. Er hält den Wohnbereich bei geringem Verbrauch warm. Und für diejenigen, die es sich leisten können, ist strukturelle Isolierung entscheidend: Eine gut geplante Wohnung, bei der die bewohnten Räume von den Außenwänden entfernt liegen, kann in Madrid 22 Grad halten, während es draußen -4 Grad sind, ohne die Heizung einzuschalten, wie ein Teilnehmer berichtet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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