So erhalten Sie kostenlose Handys und senken Ihre Mobilfunkrechnung
Während der Krise erhielt ein Nutzer ein Samsung Galaxy S für 0 Euro und einen Rabatt von 30 % auf seine Rechnung für ein Jahr, indem er mit einem Anbieterwechsel drohte. Dies ist kein Einzelfall: Der sogenannte 'Wechselbluff' ist zur Lieblingsstrategie derer geworden, die ihre Telefonrechnungen kürzen und neue Geräte ohne Kosten möchten.
Die Kunst des Bluffs: Wie es funktioniert
Der Bluff besteht darin, eine Rufnummernmitnahme zu einem anderen Anbieter zu beantragen, den Rückruf des aktuellen Anbieters abzuwarten und ein Gegenangebot auszuhandeln. Erfahrene Nutzer warnen: Man muss mit echten Daten der Konkurrenz argumentieren, da die Anbieter die Angebote kennen und Bluffs durchschauen. Das Ergebnis kann ein High-End-Gerät kostenlos sein, Rabatte von 40-50 % auf die Rechnung für 12 Monate oder individuelle Tarife, die nicht im Katalog stehen. Ein reales Beispiel: Ein Nutzer bekam ein Motorola Defy für 29 Euro und 50 % Rabatt auf seine Rechnung für ein Jahr.
MVNOs: Die Alternative ohne Vertragsbindung
Für diejenigen, die nicht gegen Telekommunikationsriesen pokern wollen, bieten virtuelle Mobilfunknetzbetreiber (MVNOs) wie Simyo, Pepephone oder MasMóvil Tarife ohne Mindestvertragslaufzeit zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen. Reale Beispiele: Wechsel von 60 Euro pro Monat bei Orange zu 20 Euro bei Simyo Prepaid, oder der 'Shurperro'-Tarif von Pepephone mit Anrufen für 10 Cent ohne Verbindungsgebühr und 300 MB für 4,50 Euro. Die zwingende Voraussetzung ist ein entsperrtes Handy. Zudem boten einige Aktionen wie Simyo 50 Euro Guthaben bei Mitnahme oder 40 Móvil 5 Euro Gratisguthaben.
Die Debatte um Sparsamkeit
Nicht jeder teilt die Strategie des Bluffs. Einige Analysten vertreten die Ansicht, dass 'kostenlose' Handys immer über Vertragsbindungen bezahlt werden und wahre Sparsamkeit darin besteht, ein günstiges entsperrtes Gerät (wie das Nokia C1-00 für 30 Euro mit 42 Tagen Akkulaufzeit) zu kaufen und eine Prepaid-Karte mit minimalem Verbrauch zu nutzen. Die Grenze liegt in dem schmalen Grat zwischen Geld sparen und Zeit beim Verhandeln mit den Anbietern zu verlieren. Puristen plädieren sogar dafür, auf Handys ganz zu verzichten oder nur Festnetz zu nutzen.
Die Realität ist, dass für den Durchschnittsverbraucher die Kombination aus Bluff und MVNO die Rechnung von 60 auf 10-15 Euro pro Monat senken kann. Aber Vorsicht: Die Anbieter sind nicht naiv und schließen die Tür für Gegenangebote zunehmend. Einsparungen existieren, erfordern aber Engagement. Wer Ergebnisse will, muss sich hinsetzen und verhandeln.
Verwandte Diskussionen im Forum