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GrapheneOS: radikaler Datenschutz, aber nur für Google Pixel
GrapheneOS verspricht radikalen Datenschutz, läuft aber nur auf Pixel. Netzwerkkontrolle ohne Root, getrennte Profile und ein Preis: rund 150 Euro gebraucht.
GrapheneOS, das System mit dem Versprechen voller Datenschutz – das nur auf Pixel läuft
Im Kern von GrapheneOS liegt ein Paradox: Das Betriebssystem, das verspricht, einen von Google zu befreien, funktioniert nur auf Googles eigenen Handys. Die Pixel sind die einzigen Geräte, die mit dieser datenschutzorientierten ROM kompatibel sind – und das allein spaltet die Meinungen. Die Frage, ob es die beste Custom ROM aller Zeiten ist, ist mit konkreten Fakten neu entbrannt: Die einen loben die Netzwerkkontrolle pro App ohne Root, die anderen verwerfen es wegen der eingeschränkten Kompatibilität.
Was es bietet: Profile und Netzwerkkontrolle ohne Root
Das Konzept von GrapheneOS ist radikal: Jede App läuft in einem eigenen Profil. Man kann ein Profil für Banking einrichten, eines für soziale Medien, eines zum Surfen mit Tor. Apps werden mit eingeschränkten Berechtigungen installiert, und der Netzwerkzugriff lässt sich pro App sperren – ganz ohne Root. Ein oft zitiertes Beispiel ist das eines Pixel-4a-Besitzers: „Allein dass ich Apps den Netzwerkzugriff ohne Root sperren kann, hat mich überzeugt.“ Das Display ging kaputt, aber das System hatte ihn bereits überzeugt.
Der Preis: nur Pixel und kein Administrator
Das Kleingedruckte ist hart. GrapheneOS funktioniert auf 99,9 % der Handys nicht. Nur auf Pixel, die gebraucht für etwa 150 Euro zu finden sind. Dazu kommt ein grundsätzlicher Einwand: Bei GrapheneOS ist man aus Sicherheitsgründen Nutzer und kein Administrator. Genau wie bei Windows, iOS oder jedem anderen Android. Weder das System noch das Handy gehören einem. Wer das möchte, fährt mit LineageOS besser. Die Frage, die in der Luft bleibt: Warum akzeptieren wir am Handy, was wir an einem Computer nicht akzeptieren würden?
Unterdessen zeigt die offizielle GrapheneOS-Website nicht einmal Screenshots des Produkts. Für manche ein Zeichen, dass es dem Projekt ernst ist; für andere, dass es nichts zu zeigen gibt. Datenschutz hat einen Preis – und das nicht nur finanziell, sondern auch in puncto Komfort. Wie viele sind bereit, ihn zu zahlen?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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