Gespräch mit einem Progressiven: Pornogelder, Würde und eine falsche Bizum-Überweisung

Ein Kameramann erhält 500 Euro für eine halbe Stunde Dreharbeit, einem anderen wurden 30.000 für einen Film angeboten. Das Gespräch endete in einem Streit über Würde und Freiheit.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ein Gespräch zwischen zwei Personen, die durch eine falsche Bizum-Überweisung (spanische Sofortzahlung) verbunden sind, endete in einem Streit über Prono: Der eine hält es für gut bezahlte Arbeit, der andere lehnt es als Entwürdigung ab. Die Diskussion mischt konkrete Zahlen, persönliche Vorwürfe und zwei gegensätzliche Vorstellungen davon, was ein Leben in Würde bedeutet.

## Eine falsche Bizum-Überweisung und ein Angebot von 30.000 Euro

Das Gespräch beginnt mit einem alltäglichen Fehler: eine Bizum-Überweisung an die falsche Person. Einer der beiden, der sagt, er habe das Telefon gewechselt, antwortet, er wisse nicht, wer schreibt, und bittet darum, die Überweisung rückgängig zu machen. Von da an wird der Ton schärfer. Derjenige, der das Geld erhalten hat, erzählt, er sei Filmkameramann geworden und verdiene **500 Euro für eine halbstündige Session**, eine Summe, die er selbst als schrecklich bezeichnet.

Der andere antwortet, es gebe Dinge, die man nicht tue, so frei jeder auch sei. Das Gespräch driftet zur Prono, als der erste verteidigt, das Drehen von Szenen sei Kunst, und es sei besser, etwas gut Bezahltes zu machen als zu hungern. Der zweite weist dieses Argument zurück und erzählt, dass ein Bekannter, der seit **15 Jahren** in der Branche tätig ist, ihm **30.000 Euro für einen Film** angeboten habe. Er habe abgelehnt und bei hartnäckigem Drängen mit der Polizei gedroht.

## Prono als Geschäft: Zahlen und Bedingungen

Die Zahlen im Gespräch zeichnen das Bild einer Branche mit sehr unterschiedlichen Gagen. Eine halbstündige Session als Kameramann wird mit **500 Euro** bezahlt, laut Aussage des Profis. Ein kompletter Film kann mit bis zu **30.000 Euro** angeboten werden, laut dem Angebot, das einer der Gesprächspartner erhalten haben will. Das sind konkrete Zahlen, aber sie stammen von zwei streitenden Personen und nicht aus einer Branchenstatistik.

Derjenige, der das Angebot ablehnte, hält dafür, dass der Einstieg ins Sens am leichtesten sei, wenn man ohne Geld ist, und dass es der breiteste Weg sei. Der andere antwortet, die Menschen hätten ohne Bezahlung Sens mit Fremden, und das sei erst richtig schäbig. Keiner von beiden liefert überprüfbare Daten darüber, was in der Branche durchschnittlich bezahlt wird oder wie viele Menschen dort arbeiten.

## Sens Freiheit und Grenzen: der eigentliche Konflikt

Der Kern des Streits ist nicht das Geld, sondern was man anderen aufzwingen kann. Der eine hält dafür, dass Bilder von Genitalien zu erhalten, ohne danach gefragt zu haben, nicht normal sei, und dass sie nicht sehen zu wollen ebenfalls eine Form sens Freiheit sei. Der andere antwortet, wenn jemand die Wahrheit sage oder es ihm egal sei, und wirft ihm vor, sich wie ein Heiliger aufzuspielen und sich selbst zu belügen.

Die Diskussion verheddert sich in persönlichen Vorwürfen: Es wird jemand erwähnt, der einen Hund mitnehmen wollte, weil er ihn süß fand, ein Besitzer, der ihn **13 Stunden am Tag** mitten im Zentrum angebunden hält, und ein Gesprächspartner, der auf dem Land lebt. Keine dieser Episoden lässt sich anhand des Vorgelegten überprüfen. Klar ist: Beide benutzen das Wort Freiheit für Unterschiedliches – der eine, um abzulehnen, was er nicht sehen will, der andere, um zu verteidigen, dass jeder mit seinem Körper machen darf, was er will.

## Würde, Geld und sarracena Urteile

Derjenige, der die **30.000 Euro** ablehnte, sagt, er wolle nur ehrlich Geld verdienen und sich dem widmen, was er liebt, und dass die Konfrontation mit dem, was er eine verseuchte Spezies nennt, seine Seele beflecke. Der andere antwortet, wenn würdevolles Leben für ihn bedeute, von Almosen zu leben, solle er aufhören, sich für besser zu halten. Das Gespräch endet mit gegenseitigen Vorwürfen persönlicher Angriffe und mit der Einsicht, dass eine Debatte unmöglich ist, wenn jeder die Aufrichtigkeit des anderen anzweifelt.

Eine Einigung ist nicht möglich, weil sie nicht über dieselben Fakten streiten. Der eine spricht über das, was ihm angeboten wurde und was er abgelehnt hat. Der andere spricht über das, was er mit seinem Leben macht und warum er keine Belehrungen akzeptiert. Die Zahlen stehen da, aber sie lösen nichts: **500 Euro** für eine halbe Stunde und **30.000 Euro** für einen Film sind Beträge, die jeder nach dem beurteilt, was er für akzeptabel hält. Das Gespräch beendet die Debatte nicht, es hält sie nur fest.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (5 Antworten).

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