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Franco mit 16: Das Foto, das Spaniens alte Wunde wieder öffnet
Ein Foto von 1908 zeigt einen Teenager in Ferrol und entfacht erneut den Streit zwischen Franco-Verherrlichung und Homophobie als politische Waffe.
Wer ist dieser 16-jährige Junge auf einer Straße in Ferrol im Jahr 1908? Die Antwort lautet Francisco Franco. Schon die bloße Frage löst ein Erschüttern aus: Niemand bleibt gleichgültig gegenüber dem Diktator, der Spanien fast vier Jahrzehnte lang regierte.
Zwischen Lob und Spott
Die Meinungen schwanken zwischen Verherrlichung und Verhöhnung. Manche behaupten, er sei "der beste Herrscher seit den Katholischen Königen" gewesen, andere halten ihn für "einen Großen" und schreiben ihm sogar die einzige historische Niederlage des Kommunismus zu. Auf der Gegenseite stehen Witze über sein Verhältnis zu Stalin oder Vorwürfe, er habe "die Arbeit nur halb gemacht" – eine Strömung, die ihm nicht einmal den Erfolg seiner eigenen Diktatur zugesteht.
Homophobie als politische Waffe
Der unangenehmste Dreh kommt von den Angriffen auf seine sens Orientierung. Die homophobe Herabwürdigung Francos ist kein einzelner Ausrutscher: Manche wiederholen sie beiläufig, andere benennen sie als das, was sie ist – eine Tendenz, die mehr über diejenigen verrät, die sie benutzen, als über die historische Figur.
Wenn Franco aus dem Grab auferstehen könnte, würde er vielleicht lieber darüber diskutieren, dass man seine Diktatur infrage stellt, statt über seine sens Orientierung. Oder vielleicht auch nicht: Sogar das ist zu einem Schlachtfeld geworden, auf dem die Geschichte weniger zählt als die Abrechnung mit der Gegenwart.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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