Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Franco-Ära: Staatsausgaben ohne Einkommensteuer und MwSt
1975 lagen die spanischen Staatsausgaben bei 25 % des BIP (EU: 40 %), finanziert durch Sozialbeiträge, indirekte Steuern und Schulden.
Ohne Einkommensteuer und MwSt: So finanzierte Franco den Staatshaushalt
Wie hält man einen Staat ohne moderne Einkommensteuer oder eine vergleichbare Mehrwertsteuer am Leben? Schlecht, mit vielen Provisorien und halb so hohen Ausgaben wie heute. Im Spanien Francos gab es weder ein IRPF (Einkommensteuer) im heutigen Sinne noch eine IVA (Mehrwertsteuer) wie aktuell, dennoch existierten Gerichte, Schulen, Kasernen und ein bescheidener öffentlicher Dienst. Die kurze Antwort: Es wurde deutlich weniger ausgegeben als heute, und das Geld kam über unsichtbare Kanäle – Sozialversicherungsbeiträge, indirekte Steuern, Schulden, US-Militärbasen und Überweisungen von Emigranten. Der Rest ist die Debatte darüber, wie viel davon kluge Finanzierungsstrategie war und wie viel einfach verwaltete Armut.
Die vorhandenen Steuern: Vom ITE bis zur Gewinnabgabe
Die Annahme, dass niemand Steuern zahlte, ist falsch. 1957 reorganisierte die Reform der "Contribución de Utilidades" (Gewinnsteuer) die Besteuerung: Selbstständige zahlten eine feste Gebühr oder Lizenzsteuer plus 15 % auf Einnahmen; Einzelhändler und Industrielle 20 % auf Gewinne; Kapitalgesellschaften 30 % auf Gewinne mit einer Mindestquote von 20 %. In der Praxis erinnerten sich Zeitzeugen daran, dass der ITE (Impuesto sobre Tráfico de Empresas, eine Art Umsatzsteuer für Unternehmen) bei 2,70 % lag, "fast wie die heutige MwSt". Andere sprechen von einer Art Flat Tax, die direkt vom Lohn zusammen mit den Sozialversicherungsbeiträgen abgezogen wurde. Steuerpflicht existierte; nur der Begriff IRPF fehlte.
Schulden, US-Basen und Überweisungen der Emigranten
Das zweite Standbein war die externe Finanzierung. Eine Analyse geht davon aus, dass Spanien durch US-Kredite im Austausch für Militärstandorte und durch Überweisungen der Millionen Emigranten in Europa überlebte. Die Ölkrise von 1973 führte zur Rückkehr vieler Gastarbeiter, woraufhin dieser Geldfluss versiegte. Die härteste Version besagt, dass es kaum eine funktionierende öffentliche Verwaltung gab, alles durch Schulden finanziert wurde und Steuerhinterziehung enorm war; 1953, als die Amerikaner eintrafen, stand der Staat kurz vor dem Bankrott. Die zynischste Formel lautet: Staatsanleihen, Druckerpresse und gerade genug Einnahmen, um die Ausgaben nicht zu überschreiten. Institutionelle Berichte ergänzen dies um die Ausgabe von Staatsanleihen und private Vereinbarungen mit Banken gegen Provision.
Der halbierte Staat: 25 % des BIP gegenüber 40 % in Europa
Hier liegt der arithmetische Schlüssel. 1975 betrugen die öffentlichen Ausgaben Spaniens rund 25 % des BIP, während die EU bereits über 40 % lag. Steuern auf Produktion und Importe – Vorläufer der MwSt, Zölle und Akzisen – machten fast 7 % des BIP aus; Einkommen- und Vermögenssteuern etwa 5 %; Sozialbeiträge rund 10 %. Die gesamte Steuerlast war halb so hoch wie heute. Eine verbreitete Berechnung schätzt die staatlichen Ausgaben pro Kopf 1980 auf ca. 700 Euro, verglichen mit 14.000 Euro heute. Ein kleiner Staat mit wenigen Beamten, Mehrfachbeschäftigung in der Verwaltung und Fällen, in denen Guardia Civil-Angehörige den Dienst quittierten, um nach Deutschland auszuwandern.
Ponzi-Schema bei Renten und Staatsunternehmen
Bis in die 1980er Jahre war die Sozialversicherung (Seguridad Social) ein gutes Geschäft für den Staat: Sie nahm mehr ein, als sie an Renten zahlte, da die Bevölkerung jung war und Karrieren kurz. Dieser Überschuss finanzierte andere Posten. Dazu kamen große Staatsunternehmen in strategischen Sektoren, deren Gewinne die Kassen füllten, plus Einnahmen aus Briefmarken und Extra-Gewinnen bei Kohlenwasserstoffen. Das Ergebnis war ein Markt mit nahezu null Arbeitslosigkeit, wenn auch mit niedrigen Löhnen im europäischen Vergleich.
Staudämme, Autobahnen und eine Nationalfluglinie
Ausgaben flossen in physische Infrastruktur. Genannt werden Staudämme, Häfen, Flughäfen, Arbeitsuniversitäten, gewerkschaftliche Erholungsparks, eine nationale Fluglinie und sogar 8.000 Gefangene. Gegenargumente weisen darauf hin, dass die meisten Autobahnen erst in den 80ern gebaut wurden und unter Franco eher Nationalstraßen dominierten. Der Unterschied zwischen Autobahn und Schnellstraße sei oft nur administrativ. Diskutiert wird die Netzgröße: Fast 18.000 km Autobahnen/Schnellstraßen in Spanien gegenüber 4.767 km in Südkorea, trotz unterschiedlicher Bevölkerungsdichten und Flächen. Ab den 60ern, so manche Meinung, blieben die Ausgaben niedrig, aber die Dienste ähnelten schon stark den heutigen: Schulen, Institute, Universitäten und öffentliches Gesundheitswesen.
Hunger oder besserer Lebensstandard als heute?
Beides, je nach Zeitraum. Die 40er waren von Hunger und Rationierung geprägt, mit argentinischer Hilfe 1947 als Rettungsanker und Kindern, die erstmals Milch tranken. Wer den Bürgerkrieg erinnert, argumentiert, das Land sei zerstört gewesen und das Desaster nicht nur schlechtes Management. Blickt man auf die 60er, beschreibt man einen Arbeiter mit großer Familie, Wohnung, Auto und Urlaub; manche vergleichen die Corrala (Mietskaserne) der 30er – 30 qm, gemeinsames Bad – mit der 3-Zimmer-Wohnung der 60er. Skeptiker erinnern daran, dass die Mehrheit Porridge und amerikanische Nahrungsmittelhilfe aß und die Annahme, man wäre selbst wohlhabend gewesen, reine Spekulation ist.
Fazit: Wenig ausgeben, indirekt kassieren, Schulden machen und die Rechnung den Nachkommen überlassen. Das Wunder bestand darin, dass die Hälfte des Landes keine Rechnung stellen konnte.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (335 Antworten).
Die EU erwägt ein eigenes Linux-Betriebssystem für die öffentliche Verwaltung. Ein Entwurf, kein Plan: Kosten, Fedora-Herkunft und frühere Misserfolge im Check.
Die Staatsausgaben liegen bei rund 51,2 % des BIP. Laut einer in Foren verbreiteten Berechnung entfallen etwa 42 % davon auf Renten, was ca. 21 % des BIP entspricht.
Ein Forumsteilnehmer argumentiert, dass der Anstieg des spanischen Mindestlohns (SMI) von 30 % durch eine Verdopplung der Lebenshaltungskosten ausgeglichen wurde.
Ein Foto von Isabel Díaz Ayuso mit tiefem Ausschnitt sorgt für Kontroversen im Netz: Lob, Beleidigungen und KI-Manipulationsvorwürfe innerhalb von 24 Stunden.