Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Forumsteilnehmer sagt Neuwahlen voraus, wenn Spaniens Wohnungsdekrete scheitern
Ein Nutzer behauptet, die Blockade der spanischen Wohnungsdekrete würde als Vorwand für Neuwahlen dienen. Junts und die 72-Stunden-Frist sind der Schlüssel seiner Vorhersage.
Die These kursiert mit der Hartnäckigkeit von Gerüchten, die niemand unterschreibt: Die beiden Wohnungsdekrete werden nicht verabschiedet, und diese Blockade dient als Vorwand, um Neuwahlen auszurufen. Die These, als persönliche Vorhersage geäußert und nur von Bauchgefühl getragen, besagt, dass der Bewohner von La Moncloa (Amtssitz des spanischen Ministerpräsidenten) eine makellose Erzählung aufbauen könne —meine Koalitionspartner sind so schlecht, dass sie mir nicht erlauben, das zu verabschieden, was die Leute brauchen— und sich den Wählern als Opfer der eigenen Verbündeten präsentieren. Das Schlüsselstück im Drehbuch wäre Junts. Stimmt die katalanische Partei dagegen, wäre das Würfel gefallen.
Der Zeitplan, den niemand bestätigt
Das Geraune stützt sich auf ein Detail, das immer wieder auftaucht: die berühmten 72 Stunden. Der Hinweis, dass der Regierung nur dieser Spielraum bleibt, bevor die Ungewissheit behoben ist, fungiert als zeitlicher Anker der Spekulation. Wer die Wahlthese vertritt, hält den Ministerpräsidenten für abgeschrieben und sagt, «ihm wachsen die Probleme über den Kopf», stellt aber klar, dass es nicht um einen Rücktritt gehe —das, so heißt es, sei Sache eines russischen Kumpels—, sondern um die Auflösung der Cortes (des spanischen Parlaments) und die Rückgabe des Balls an die Bürger.
Die Vorhersage ist jedoch nicht einstimmig. Manche relativieren die Wette und verweisen auf ein drastischeres Szenario: den Ausnahmezustand, falls die Dekrete scheitern. Und andere schließen eine vorgezogene Wahl kategorisch aus. Neuwahlen brächten denen, die sie herbeiführen würden, derzeit nichts, so das Argument, daher wäre der Anreiz, sie auszurufen, eher gering.
Junts und das Veto, das alles verändert
Der Gordische Knoten liegt in der Enthaltung oder Gegenstimme von Junts. Ein in dem Gespräch zitiertter Pressebericht sieht die katalanische Partei am Freitag mit Nein stimmen, was die Vorhersage in eine fast mathematische Gewissheit verwandeln würde. Die Logik ist einfach: Ohne die Stimmen von Junts fallen die Dekrete – und mit ihnen fällt auch das Argument, dass die Regierung noch Spielraum zum Legislieren hat.
Das Problem: Niemand weiß, ob Junts ein Interesse daran hat, der Regierung eine weitere Woche Luft zu verschaffen. Die verbreitetste Lesart: Nein. Und wenn nicht, schreibt sich die Erzählung von der Blockade der anderen von selbst.
Der Markt, der sich bereits bewegt
Während die Politik spekuliert, wartet der Immobilienmarkt nicht. Das Gespräch beleuchtet ein auffälliges Phänomen: Besitzer verkaufen in Panik unter Wert an die Freunde des Ministerpräsidenten. Die Angst, bei der rechtlichen Unsicherheit das Eigentum zu verlieren, treibt manche Vermieter dazu, ihre Assets loszuwerden, bevor sie die neuen Regeln kalt erwischen. Es ist der Nebeneffekt, den keine Wahlvorhersage berücksichtigt: Die Politik wird in Madrid gespielt, doch das Geld bewegt sich auf den Immobilienportalen.
Die Wette, die niemand unterschreiben will
Die Wahlvorhersage hat etwas von einer selbsterfüllenden Prophezeiung: Je öfter sie wiederholt wird, desto wahrscheinlicher scheint sie. Doch sie hat auch etwas von einer Falle. Wer sie aufstellt, verlangt Anerkennung im Voraus —dankt mir, ihr habt es hier zuerst gelesen— und das ist auf dem Gebiet der Wirtschaftspolitik das deutlichste Zeichen dafür, dass Gewissheit mit Ansichten vorne zu suchen ist.
Mit den Wohnungsdekreten in der Schwebe, Junts, das sich die Zeit vertreibt, und einem Zeitplan, der im 72-Stunden-Takt abläuft, ist der einzige belastbare Schluss, dass niemand die Glaskugel besitzt. Nicht einmal der, der vorgibt, sie zu haben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (16 Antworten).
Der spanische Premier Sánchez bereitet die Auflösung des Parlaments vor. Wahlen könnten bereits im Dezember stattfinden, um politische Blockaden zu umgehen.
Pedro Sánchez hat in Spanien vorgezogene Neuwahlen ausgerufen, Umfragen sehen PP-VOX bei 220 Sitzen. Druck von Junts, wirtschaftliche Kalkulation oder ein Manöver zur Schadensbegrenzung?
Falls die Rechten Spaniens Wohnungsdekrete zu Fall bringt, wächst in der PSOE die Angst vor vorgezogenen Neuwahlen am 29. November – und der Protest auf der Straße kommt ins Spiel.
In reichen europäischen Ländern verdienen Unqualifizierte rund 4.000 Euro netto im Monat. Spanien kämpft mit niedrigen Löhnen und hohen Wohnkosten. Wir erklären, warum.
Ein virales Bild stellt Kapitalismus und Sozialismus mit zwei Fotos gegenüber. Das Problem: Es erklärt nicht, welcher Indikator zugrunde liegt oder woher die Daten stammen.