Steuerfinanzierte Fischumsiedlung mit Kippen und Tritten
Die Umsiedlung von Tierarten aus dem Stausee Las Medranas in San Pedro Alcántara (Marbella) hat sich zu einem kontroversen Spektakel entwickelt. Die Operation, die als Teil der Rehabilitierungsarbeiten am Damm präsentiert wurde, bestand darin, Fische und Schildkröten aus einem Behälter zu entleeren und sie in ein anderes Gewässer zu verlegen. Nach den im Internet verbreiteten Aufnahmen wurden Container direkt ins Wasser gekippt, Tiere von den Fässern selbst zerquetscht und Arbeiter beendeten die Arbeit mit Tritten. Ironischerweise begann das Video mit dem Disclaimer: "Keine Tiere wurden verletzt." Nicht einmal der Kranführer, offenbar.
Die Szene verkörpert alles, was falsch läuft bei der Verwaltung öffentlicher Ressourcen in Spanien, als wären es persönliche Gefallen: ein Subunternehmer eines Subunternehmers eines Subunternehmers, ein nicht offengelegtes Budget und eine Abteilung, die erst auftaucht, wenn der Schaden bereits angerichtet ist. Im Folgenden eine Analyse dieser schlampigen Verwendung von Steuergeldern.
Was genau mit den Fischen des Stausees Las Medranas geschah
Die Operation war Teil der ersten von drei angekündigten Phasen zur Rehabilitierung des Stausees Las Medranas. Laut veröffentlichten Berichten arbeiteten Mitglieder der Sociedad de Pesca Deportiva Marbella an der Fischübertragung mit. Zwei Monate zuvor hatte die Bürgermeisterin einen strategischen Plan zum Schutz und zur Umsiedlung von Wildtieren zusammen mit dem Umweltministerium und der Junta de Andalucía (Regionalregierung) angekündigt. Auf dem Papier sah dies einen Biologen, eine Umweltverträglichkeitsprüfung und Sicherheitsprotokolle für den Transport lebender Tiere vor.
In der Realität sah die Situation ganz anders aus. Die Fische wurden aus einem Tank entfernt – wo sie angeblich für eine unbestimmte Zeit gehalten worden waren – und aus Containern ins Wasser gekippt, die ohne Rücksicht angehoben und geneigt wurden. Die Hälfte kam leblos an. Diejenigen, die sich noch bewegten, erhielten einen letzten Tritt. "Ezo ze van", fasste ein Zeuge die Szene zusammen und beschrieb, wie ein Fisch aufgeschlitzt, zerquetscht, leicht getreten und hineingeworfen wurde.
Wie viel kostete die Umsiedlung und wer bezahlte dafür
Hier wird es undurchsichtig. Es gibt keine offizielle Zahl im verfügbaren Material, aber verschiedene Schätzungen kursieren. Es wird erwähnt, dass die Baustellenschilder für den sogenannten Plan E (Investitionsprogramm) je nach Budget unterschiedliche Größen hatten: Das günstigste lag bei etwa 3.000 Euro, das größte erreichte 15.000. Basierend darauf deutet die geschätzte Kostenstruktur für diese spezifische Operation darauf hin, dass innerhalb des Rahmens von 2.000 Euro die Spesen des Stadtrats für den Besuch der "Karpfen-Operation" enthalten wären, plus eine vom Rathaus finanzierte Mahlzeit mit dem Stadtrat, einem Fundraiser und dem Biologen.
Eine detaillierte Aufschlüsselung zeigt überraschende Diskrepanzen. Klar bleibt jedoch die Struktur: öffentliche Steuern, kaskadierende Unteraufträge und null Rechenschaftspflicht. Wie ein Kommentar zusammenfasste: niedrige Löhne, null Engagement, weil man in drei Monaten einen anderen Job hat oder arbeitslos ist. Alles ist zu einem Zyklus von Versuch-Irrtum-und-dann-Jammern geworden.
Wer haftet, wenn die umgesiedelten Fische sterben
Niemand, oder fast niemand. Das ist das Kernproblem. Einige argumentieren, dass der Tank eigentlich ein Teich sei, der in sechs Monaten trockener als Trockenfleisch sein werde, und wenn tote Fische auftauchen, die Schuld beim Klimawandel liege. Dies ist eine Hypothese, kein bewiesener Fakt, passt aber zur Logik der Operation: Fauna wird umgesiedelt, um ein Kästchen anzuhaken, nicht um ihr Überleben zu sichern.
Gegenargumente kursieren ebenfalls: Einige müssen überlebt haben und werden sich schnell vermehren. Mit der tatsächlich umgesetzten Menge, so Kritiker, wäre es schneller gewesen, es von Hand, Fisch für Fisch, zu machen. Wurde es nicht. Es wurde mit Fässern, im Eiltempo und während Kameras filmten, gemacht. Warum gefilmt wurde, bleibt unbeantwortet: Ein Dokumentarfilm? Baustellen-Nachweis? Beweismaterial, das jemand sicherheitshalber behält?
Das Muster: Öffentliche Bauvorhaben, Subunternehmer und keine Aufsicht
Die Anekdote der Fischumsiedlung ist keine Anomalie; sie ist ein Symptom. Das Muster wiederholt sich: Ein großspuriger Plan wird angekündigt, Freunde werden statt Experten eingestellt, die Ausführung erfolgt mit minimalem Aufwand und die Abrechnung maximiert die Margen. Viele Medien, wenig Menschenverstand, und am Ende zahlen wir alle für die Pfuscherei.
Es gibt eine breitere Interpretation, die mehrere Beobachter vorschlagen: die Verrohung des Alltags. Autofahren, als gäbe es Fahrstreifenmarkierungen nicht, Parken einen halben Meter vom Bordstein entfernt, Pakete widerwillig abholen. Es ist nicht nur ein Problem des öffentlichen Managements; es ist eine Erosion der Sorgfalt bei dem, was getan wird. Und wenn diese Erosion öffentliche Gelder erreicht, ist das Ergebnis Fische, die aus einem Container gekippt werden, und ein letzter Tritt für die, die sich noch winden.
Angesichts dieser Dynamik ist vorhersehbar, dass die nächste Phase der Arbeiten dem gleichen Skript folgen wird: Ankündigung, Untervergabe, beschleunigte Ausführung und Rechnungen ohne Aufschlüsselung. Was nicht feststeht, ist, ob jemand Rechenschaft verlangen wird. Die Prognose, mit Vorbehalt: Nein.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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