Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Filme, die die Kinosäle leerten: von The Substance bis Kill Bill
Von The Substance bis Kill Bill: Filme, die Massenfluchten aus dem Kinosaal auslösten, und warum Zuschauer vor dem Ende gehen
Die Filme, die den Saal leeren: von The Substance bis Kill Bill
Es gibt einen genauen Moment, in dem ein Kino aufhört, ein Publikum zu sein, und sich in ein Tröpfeln von Mänteln verwandelt, die sich erheben. Das ist keine unangenehme Minderheit: Bei manchen Premieren verlässt der halbe Saal den Raum. Das Phänomen hat konkrete Namen und eine ziemlich vorhersehbare Logik: Wer hereingeht, ohne zu wissen, was er sehen wird, geht, sobald das Produkt nicht mehr dem Trailer ähnelt.
Der meistzitierte Fall der letzten Zeit ist The Substance, der Body-Pavor-Film mit Demi Moore. Der Fluchtpunkt ist nicht die erste Stunde, sondern die Sequenz, in der das Monstrum zu einer Feier geht, überzeugt, man werde es noch akzeptieren. Dort hört die Massenflucht auf, eine kleine Gruppe zu sein, und wird zum halbleeren Saal. Das Muster wiederholt sich: Wer durchhält, tut es aus Pflichtgefühl oder Morbidität.
Vom Body Pavor zum Musical: Die Genres, die den Vertrag brechen
Der extreme Pavor ist der große Hersteller von Abbrüchen. The House of Jack von Lars von Trier riss bei seiner Cannes-Vorführung über hundert Personen mit sich, und der Regisseur hatte 2009 mit Antichrist bereits etwas Ähnliches erlebt. Raw von Julia Ducournau löste Ohnmachtsanfälle und sogar einen Rettungswagen in Toronto aus. Dieselbe Regisseurin drehte danach Titane, eine weitere Übung in Körperhorror, die mit Moores Film verwandt ist.
Die Ablehnung macht keinen Unterschied bei den Budgets. Kill Bill erzeugte Ausgänge aus entgegengesetzten Gründen: nicht wegen übermäßiger Brutalität, sondern wegen dem, was manche als Verhöhnung lasen. Eine Dame im gelben Overall, die zwei Stunden lang Hiebe austeilt, war für mehrere Zuschauer zu viel; sie gingen nach einer halben Stunde. Die Beschwerde wiederholt sich: kindisch.
Und dann ist da noch das Genre-Missverständnis. Wer Rocky Pavor sehen wollte in der Erwartung eines Halloween-Pavor, traf auf ein Musical der Siebziger. Nach zwanzig Minuten begannen sich Sitze zu erheben. Nach dreißig war der Zuschauer schon auf der Straße, zusammen mit fünf anderen.
Der Effekt des irreführenden Trailers: The Tree of Life und Mulholland Drive
Der Fall von The Tree of Life ist der aufschlussreichste für die Kluft zwischen Marketing und Produkt. Terrence Malicks Film wurde mit der Präsenz von Brad Pitt vermarktet, und viele Kartenkäufer erwarteten etwas anderes. Das Ergebnis: Lachen in dramatischen Momenten, hörbares Gähnen und ein ständiges Tröpfeln von Abgängen bis zum Ende. Der anschließende Applaus war laut den Zeugenaussagen mehr sarkastisch als begeistert.
Bei Mulholland Drive geschah etwas Ähnliches, nur kam die Verwirrung vor der Desertion: ein kollektives Gemurmel von „Was zur Hölle ist das?“, das durch den Saal lief. Man geht nicht immer; manchmal reicht es, sitzenzubleiben und leise zu kommentieren.
Kill Bill und der Ausgang aus Respekt vor dem, der die Karte bezahlt hat
Nicht alle Fluchten sind freiwillig. Manche bleiben aus Höflichkeit: weil sie eingeladen wurden, weil sie nicht die ganze Reihe aufstehen lassen wollen oder weil der Platz in der Mitte ist. Ein gestandener Fall: Star Wars Episode VIII durchzuhalten aus Respekt vor dem, der die Karte bezahlt hat, mit der Folge, Episode IX nicht einmal in Piratenversion gesehen zu haben.
Auch die wirtschaftliche Rechnung taucht auf: Das Kino gibt das Geld nicht zurück, wenn das Produkt mangelhaft ist. Es ist die einzige Branche, in der der Kunde im Voraus bezahlt und das gesamte kreative Risiko trägt. Daher ist der Ausgang mitten in der Vorstellung, zusätzlich zu einer Meinung, auch ein Verlust.
Warum verlassen die Leute den Saal vor dem Ende?
Die kurze Antwort: weil der implizite Vertrag zwischen Trailer und Film gebrochen wurde. Der Zuschauer akzeptiert, für ein Versprechen zu zahlen; wenn der Film es nicht einlöst, ist der Ausgang der einzige verfügbare Protest. Die Fälle von The Substance und The Tree of Life teilen diese Logik, auch wenn die Genres nicht weiter auseinanderliegen könnten.
Es gibt einen zusätzlichen Faktor: die Mundpropaganda. Massenfluchten werden zur Anekdote, und die Anekdote zum Werbemittel. Filme, die bei ihrer Premiere die Säle leerten, werden heute als intensive Erfahrungen gefeiert. Auch die anfängliche Ablehnung ist eine Form von Werbung.
Vor diesem Hintergrund sollte jede Premiere zittern, die einen Kultautor mit einer Massenkampagne verbindet. Die Frage ist nicht, ob es eine Massenflucht geben wird, sondern wie viele bis zum Abspann durchhalten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (75 Antworten).
Wir analysieren die Debatte über Demi Moores jüngsten öffentlichen Auftritt, die Schönheitsideale in Hollywood und den Druck, dem Kult um den Körper zu trotzen.
Demi Moores Auftritt in Cannes sorgt auf Burbuja.info für Diskussionen: Sklavin der Ästhetik oder Widerspruch nach der Botschaft von The Substance? Forum-Analyse.
Dreizehn Jahre digitaler Krieg gegen einen Unbekannten: Ein 45-Jähriger zieht Bilanz, macht seinen Rivalen für seine Glatze verantwortlich und sagt, er würde es wieder tun