Ferran Torres' Proll-Style und die Heuchelei des Erfolgs

Die Debatte darüber, ob der chaotische Lebensstil mancher Fußballer beweist, dass Disziplin nicht der einzige Schlüssel zum Erfolg ist. Die Ironien des Konsums.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ferran Torres' Proll-Style: die Lektion, die wir ignorieren

Was, wenn Ferran Torres' Proll recht hatte? In einem Land, in dem verantwortungsvoller Konsum als Tugend gepredigt wird, sind Erfolgsgeschichten, die diese Norm herausfordern, unbequem. Maradona, Romário, Stephen King: alle mit chaotischem Leben, alle an der Spitze. Der Fußballer, der raucht und trinkt, verdient Millionen; wer studiert und arbeitet, kommt gerade so über die Runden.

Die Sarracena, die ein Teil der Analyse daraus zieht, ist schonungslos: Die Gesellschaft belohnt Talent oder Glück, nicht Disziplin. „Du zermürbst dich mit Studieren und Arbeiten und es reicht kaum zum Überleben“, fasst eine Strömung der Meinung zusammen. Der Proll ohne Ausbildung dagegen —der in den Tag hineinlebt, ohne Reue— landet am Ende mit Villa und Boot. Oder zumindest wird das so argumentiert.

Aber die Statistik spricht dagegen: Nur wenige Fußballer schaffen es. Die meisten scheitern unterwegs. Die Botschaft der Verantwortung ist nicht falsch, sie ist statistisch vernünftig. Nur macht uns der Erfolg derer, die die Regeln brechen, unwohl, weil er das Narrativ entkräftet, harte Arbeit sei der einzige Weg.

Am Ende deutete Ferran Torres' Proll auf eine unbequeme Wahrheit hin: Das Leben ist keine Broschüre über verantwortungsvollen Konsum. Und manchmal fährt derjenige, der sich nicht an die Regeln hält, nicht schlechter. Wenn dir das nächste Mal ein Proll einen Rat gibt, solltest du ihn vielleicht aufschreiben.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (56 Antworten).

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