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Exponentielles Wachstum: Von Rajoy-Schulden zu Corona
Rajoy bezifferte die spanische Staatsverschuldung auf 900 Milliarden; das Forum diskutiert Peak Oil, Photovoltaik und Corona anhand der Exponentialfunktion.
Die Exponentialfunktion in der Debatte: Schulden, Energie und Ansteckungen
2 % jährliches Wachstum klingt nach Peanuts. Ein Forennutzer übersetzte dies in die Konstante 0.02 innerhalb von C=Co*EXP(0.02*t) und warnte davor, dass es ausreicht, die Funktion einige Jahre laufen zu lassen, damit die Zahl aus jedem Diagramm springt. Das ist die Falle, über die diskutiert wurde: Die Exponentialfunktion passt in eine Zeile, wird aber schwer verdaut, bis das Ergebnis bereits eingetreten ist. Im Thread wird zuerst über Öl und dann über ein Bicho gesprochen. Immer mit denselben Missverständnissen.
Rajoy und die Schuldensumme
Die Diskussion umfasste ein Zitat des damaligen Regierungschefs: „Griechenland schuldet viel Geld, etwas mehr als 90 % seines BIP, so als ob Spanien 900.000 Millionen Euro schulden würde, was eine astronomische Zahl ist.“ Raulisimo nutzte das Zitat als Beweis dafür, dass die öffentlichen Verwalter nicht einmal die einfachste Arithmetik beherrschen. Er argumentierte zudem, dass eine exponentiell wachsende Verschuldung arithmetisch unbezahlbar sei, nicht wegen böser Gläubigerabsichten oder punktueller Nachlässigkeit, sondern aufgrund der Natur der Kurve selbst. Ein anderer Nutzer scherzte darüber, einen Logarithmus auf die Daten anzuwenden.
Peak Oil und Preisverfall
Während die Schuldenfrage im Raum stand, verlagerte sich der Fokus auf Ressourcen. Der Peak Oil — der Höhepunkt der Ölförderung — tauchte 2015 wieder im Thread auf, als der Barrelpreis einbrach und einige dies als Widerlegung der These deuteten. Für Abu-Yunis war der Preisverfall das Ergebnis eines gezielten Krieges gegen die US-Fracking-Industrie, die zu höheren Kosten mit unbegrenzter Finanzierung produziere und eine kurz vor dem Platzen stehende Blase darstelle. Im Hintergrund lag der Konflikt zwischen zwei Welten: jener, die physische Grenzen sieht, und jener, die nur Preise betrachtet.
Auf dem Tisch lag auch ein von rom zitierter Fall: Silber. Die Fotoplatte verbrauchte es nicht mehr, aber Smartphones mit Kameras — Millionen von Geräten statt Dutzenden — nutzen es für Selfies. Seine Schlussfolgerung war, dass das Wirtschaftssystem jede Effizienz wiederverwendet, bis das Material erschöpft ist.
Energetischer Rückfluss der Photovoltaik
Hier wurde die Debatte technisch. Für rom ist es irreführend, ein Solarpanel in Euro zu messen, da die Preise in einer Wirtschaft entstehen, die noch fossile Brennstoffe verbrennt, um die Panels herzustellen, zu transportieren und zu installieren. Dem gegenüberstellend zitierte er den energetischen Rückfluss (EROI) und eine Studie von Pedro Prieto und Charlie Hall, die seiner Meinung nach die Zeit zur Amortisation der investierten Energie auf 11 Jahre erhöhte. Das Esels-Beispiel fasste es zusammen: Wenn man den Esel mit 10 € Futter belädt, kostet ihn das Füttern 5 €, und 5 € bleiben übrig; die Reise lohnt sich nicht, wenn ein Teil der Strecke per LKW zurückgelegt werden muss.
Der Gegenangriff: Wert hat kein Gewicht
Angesichts der These der physischen Grenzen argumentierte luisito2, dass der wirtschaftliche Wert entmaterialisiert sei. Ein großer Teil des Preises eines Medikaments entsteht in der Schweiz, auch wenn die Montage in Indien erfolgt; ein Smartphone ist wertvoll wegen seines Codes, nicht wegen seiner Gramm. Wenn der Wert ohne zusätzlichen Materialeinsatz wächst, sagte er, höre die Endlichkeit des Planeten auf, eine Grenze zu sein. Nico entgegnete, dass dieses effiziente Land aufgehört habe, Stahl, Kleidung und Autos zu produzieren, sondern sie importiere, und dass der Verbrauch nicht verschwunden sei, sondern nur die Grenzen überschritten habe. Vom Produzieren zum Tauschen von Papier zu wechseln, ist keine Effizienz.
Die Petrischale und die exponentielle Ausbreitung
Und dann kam das Cobi19. Die abstrakt diskutierte Kurve wurde auf die Intensivstationen übertragen. Im Thread wurde vorgeschlagen, dass Infektionen einer exponentiellen Ausbreitung folgen, bis sie auf eine Grenze stoßen — fehlende Wirte, Lockdowns —, ähnlich wie ein Ponzi-Schema stoppt, wenn niemand mehr bereit ist einzusteigen. Der Koeffizient ändert sich, nicht die Mathematik. Ein Nutzer spekulierte über Zehntausende von Todesfällen, und Pedre bestand darauf, dass mehrere Krankenhäuser in Madrid bereits kollabiert seien, unter Berufung auf eine Schlagzeile.
Ein Teilnehmer verglich den Planeten mit einer Petrischale: Die Spezies, die das Medium sättigt, kollabiert, ohne etwas gelernt zu haben. Die offene Frage blieb, wer entscheidet, wann man aufhört, die Kurve anzusehen, und beginnt, sie Schicksal zu nennen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Ein Mittagessen bei Mercadona kostet rund 10 Euro, während das traditionelle Tagesmenü in Bars zwischen 15 und 18 Euro liegt. Der Supermarkt wird zum Low-Cost-Bürorestaurant.
Der ehemalige spanische Präsident hat keine Unterlagen zu den in seinem Büro gefundenen Juwelen vorgelegt. Zwei Monate nach Erklärungsversprechen herrscht Schweigen.