Evangelium zum 5. August: Der Glaube macht keinen Sommerurlaub

Jeremia 31 und das Hirtenmotto: Die Liturgie zum 5. August hält Einzug in den digitalen Alltag – mit Rosenkranz um 19.30 Uhr und Messe um 20.00 Uhr

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Evangelium heute, 5. August: Der Hirte, der keinen Urlaub nimmt

Das Tagesmotto ist klar: „Der Herr wird uns hüten wie ein Hirte seine Herde." Und an diesem Mittwoch, dem 5. August, kommt diese Verheißung in einem Format an, das für eine kleine Gruppe von Katholiken bereits Routine ist: Lesung aus Jeremia 31,1-7, Heiligenkalender, Predigt von Pater Santiago Martín und ein Hinweis auf die Zeiten des Live-Gebets.

Die erste Lesung lässt keine Halbheiten zu: „Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dir meine Huld erwiesen." Sie ist der Kern einer Botschaft, die die heutige liturgische Veröffentlichung mit der Präzision eines Newsletters vermittelt. Das Schema ist immer dasselbe: Altes Testament, Psalm, Evangelium, Heilige des Tages nach Vatican News, Predigt und die Zeiten der übertragenen Feiern.

Das Programm lässt wenig Raum für Improvisation: Krone des Göttlichen Erbarmens um 15.00 Uhr, Rosenkranz um 19.30 Uhr und heilige Messe im Livestream um 20.00 Uhr. Eine Programmierung, die den liturgischen Kalender in einen Fernsehplan verwandelt.

Unter dem Material findet sich ein Kleinod der Tradition: die Apophthegmata der Wüstenväter, die vom Jesuiten Heribert Rosweyde im 17. Jahrhundert zusammengetragene Sammlung, abrufbar auf der Website surco.org. Dass eine gelehrte Tradition von vor vier Jahrhunderten neben einer Erinnerung an das Online-Gebet existiert, sagt einiges darüber aus, wie der Glaube heute weitergegeben wird.

Die Frage ist eher soziologisch als theologisch. In einem August oberflächlichen Konsums: Was bewegt eine Gruppe von Menschen, diese tägliche Liturgie beizubehalten? Die Hartnäckigkeit des Formats deutet darauf hin, dass der digitale Ritus gekommen ist, um zu bleiben; mangels Daten lässt sich nicht sagen, ob es ein wachsendes Phänomen ist oder der letzte Zufluchtsort einer Gemeinschaft, die in einer Pfarrei keinen Platz mehr findet.

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (15 Antworten).

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