Emma Watson: Das Harry-Potter-Icon spaltet diejenigen, die sie aufwachsen sahen

Emma Watson, das Harry-Potter-Icon, sorgt für Zwietracht: Ihr Aussehen, ihr Aktivismus und der Lauf der Zeit stehen im Zentrum einer Debatte über Begehren und Ruhm

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Emma Watson: Das Harry-Potter-Icon spaltet diejenigen, die sie aufwachsen sahen
Emma Watson: Das Icon, das nicht mehr verführt

Lohnt es sich, Emma Watson noch einmal anzusehen? Die Schauspielerin, die Hermione Granger in der Harry-Potter-Reihe verkörperte und jahrelang das anglo-amerikanische Schönheitsideal einer ganzen Generation war, steht im Zentrum einer Diskussion, die über ihr Äußeres hinausgeht. Das Gespräch, das mit einem Vergleich zwischen dem britischen Wunderkind des Kinos und der Französin Alizée begann, ist zu einem Barometer dafür geworden, wie sich der Geschmack verändert hat – und vor allem die Erwartungen an Stars, die vor der Kamera aufwuchsen.

Die Zeit schont niemanden

Der erste Eindruck, den das Thema hinterlässt: Das Bild der Schauspielerin hat sich seit ihren Anfängen radikal verändert. Wer sie als die unausstehliche Besserwisserin der ersten Teile der Reihe in Erinnerung hat, stellt fest, dass aus dem Mädchen eine Frau mit markanteren Zügen geworden ist. Die unvermeidliche körperliche Entwicklung trifft auf eine weitverbreitete Wahrnehmung: dass ihr Moment größter Anziehungskraft vorbei ist. Nicht mehr, wiederholen mehrere, die ihre begehrlichste Phase in ihren Zwanzigern sehen.

Der Vergleich mit anderen Figuren des europäischen Starsystems hilft nicht. Während in der kollektiven Vorstellung eine Alizée nachklingt, die ihren Nimbus als jugendliche Muse länger bewahrte, lastet auf der britischen Schauspielerin die Bürde, auf der Leinwand beim Aufwachsen zugesehen worden zu sein. Dieser Faktor, der sie eigentlich menschlicher machen sollte, spielt offenbar gegen sie: Zu viel Vertrautheit tötet das Begehren, und wer jemanden ein Jahrzehnt lang in einer Rolle sieht, erlebt jede Veränderung als Enttäuschung, wenn er erwartet hatte, dass sie in der Zeit eingefroren bleibt.

Der Körper als Schlachtfeld

Die ästhetische Analyse wird geradezu minutiös. Es werden Details erwähnt wie der Hals, den manche für vorzeitig von den Jahren gezeichnet halten, oder die Symmetrie ihrer Brustwarzen, die als Grund genug gilt, jedes Interesse zu verwerfen. Diese Beobachtungen zeigen über ihre Derbheit hinaus, wie sehr die Bewertung einer öffentlichen Persönlichkeit zu einer Übung in Sezierung geworden ist. Die Schauspielerin, einst zum Icon erhoben, wird heute mit der Lupe betrachtet – ohne Raum für Nachsicht.

Dagegen halten andere, dass sie noch immer in Bestform ist und dass Begehren weder Falten noch Hälse kennt. Die Antwort ist in dem Fall einfach: Anziehung ist subjektiv und lässt sich nicht diskutieren. Doch der allgemeine Ton der Konversation deutet darauf hin, dass die Waage zur Ablehnung neigt – oder zumindest zu einer Gleichgültigkeit, die es früher nicht gab. Die Schauspielerin ist vom unumstrittenen Objekt der Begierde zum Diskussionsthema geworden, bei dem jeder seine eigene Position sucht.

Die Ideologie als Filter

Und hier kommt der Faktor ins Spiel, der alles verkompliziert: ihr Aktivismus. Die Schauspielerin hat sich öffentlich für feministische und pogre Anliegen eingesetzt – eine Haltung, die ein Teil des Publikums als Ballast deutet. Widerborstige pogre Feminista radical, ist dort zu lesen, mit dem Zusatz, dass ihre verdorbene Seele sie noch unattraktiver mache. Es ist die Bestätigung, dass für viele Äußeres und Ideologie nicht zu trennen sind: Wer die Person unsympathisch findet, dessen Schönheit verblasst. Die Deutung von Hermine als Verlängerung ihrer eigenen Persönlichkeit – ein Mädchen, das Belehrungen verteilte und sich für überlegen hielt – verstärkt den Eindruck, dass sie nie vom Charakter loskommen konnte.

Die Diskussion geht jedenfalls über den Einzelfall hinaus. Zur Debatte steht, ob ein Star begehrenswert bleiben kann, wenn sein politisches Diskurs mit dem seines Publikums kollidiert. Für die einen ist Attraktivität unabhängig von Ideen; für die anderen ist die Ideologie der entscheidende Filter. Und in diesem Kräftemessen scheint die Schauspielerin bei denen zu verlieren, die in ihr eine Vertreterin all dessen sehen, was sie verabscheuen.

Der Generationenwechsel

Derweil steht der Markt der Icons nicht still. Die neuen Roboter – gemeint sind die neuen Generationen von Schauspielerinnen und Models – besetzen den Raum, der früher den Jugendidolen der Nullerjahre vorbehalten war. Nostalgie reicht nicht aus, um den Thron zu halten, schon gar nicht bei so erbitterter Konkurrenz. Die Schauspielerin, einst das Gesicht einer Millionendollar-Franchise, konkurriert heute mit Figuren, die nicht die Last tragen, die Besserwisserin einer Kindersaga gewesen zu sein.

Das Ergebnis ist eine Konversation, die zwischen Verachtung und Gleichgültigkeit pendelt, mit einigen wenigen verbliebenen Verteidigern, die ihr Recht behaupten, weiter begehrt zu werden. Schlimmere Gegner hatten wir schon, fasst eine der Positionen zusammen und spielt die Sache herunter. Doch der Gesamteindruck ist, dass der Mythos die Luft entwichen ist und eine Frau Mitte dreißig übrig bleibt, die nicht mehr in die Schablone passt, die man ihr zugewiesen hatte.

Am Ende lautet die Frage nicht, ob jemand sie lieben würde, sondern ob sich jemand die Mühe macht, sich zu erinnern, warum er es einmal tat. Begehren hat ein Verfallsdatum, und ihres ist, so scheint es, längst abgelaufen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (40 Antworten).

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