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Elite-Master in Spanien: 50.000 Euro für Kontakte statt Bildung
In Spanien kosten Elite-Master 50.000 Euro. Erfahrungsberichte zeigen, dass Netzwerke wichtiger sind als Inhalte – besonders ohne privilegierten Hintergrund.
Elite-Master in Spanien: 50.000 Euro für Kontakte statt Bildung
Die Investition von 50.000 Euro in einen Master an einer Top-Business-School klingt nach einem First-Class-Ticket zum beruflichen Erfolg. Doch die Erfahrungen der Absolventen zeichnen ein anderes Bild: Die akademische Ausbildung tritt in den Hintergrund, und der wahre Wert liegt im Networking. Aber was passiert, wenn man nicht aus einer wohlhabenden Familie stammt?
Die Illusion des Jobvermittlungsangebots
Die Schulen versprechen Jobbörsen mit Vermittlungsquoten von 90 %, aber die Realität ist weniger rosig. Ein IESE-Absolvent erklärte: „Es ist nicht mehr das, was es war; es gibt nicht für jeden CEO-Positionen.“ Ein weiterer Fall: Ein Bekannter zahlte 55.000 Euro, erhielt eine Stelle als Sales Manager und wurde nach zwei Jahren entlassen; heute überlebt er prekär in einem Startup. Die Massifizierung dieser Programme hat den Markenwert verwässert.
Mittelschicht mit Beamtenhintergrund: Das schlechteste Profil
Das typische Profil des „armen“ Studenten (Kind mittelständischer Beamter) kollidiert mit der Logik des Networkings. Studenten mit bekannten Nachnamen und Familienunternehmen sind nicht dort, um Freunde zu finden, die ihnen nichts nützen; sie wollen ihren Kreis mit Gleichgesinnten erweitern. Wie ein Veteran zusammenfasste: „Leute mit Kontakten werden Freunde mit anderen Leuten mit Kontakten.“ Für den Kind eines „Papierbewegers“ wird der Master zu einem Club, dessen Mitgliedschaft man zahlt, aus dem man aber keinen Nutzen zieht.
Die Alternative: Staatsprüfungen oder technischer Master
Angesichts der Wette auf leeren Prestige analysieren mehrere Experten, dass ein spezifischer Master in Steuerrecht, Strukturberechnung oder Kostenkontrolle – oder direkt hochrangige Staatsprüfungen („oposiciones“) – eine bessere Rendite bieten. „Der beste Master für die Mittelschicht ist eine Staatsprüfung“, lautet ihr Urteil. Die Quelle des Reichtums der Beamtensfamilie ist der Staat, nicht das private Management; ihre Fortführung ist logischer, als sich als etwas auszugeben, das man nicht ist.
Die Anekdote über eine Schweizer Bank mit Monatsnamen illustriert die gläserne Decke: Ein Kandidat mit MBA hatte ein makelloses Interview, aber als gefragt wurde, ob er Familie eines Vorstandsmitglieds des Ibex 35 sei und er verneinte, verschwand der Prozess. Dort lernte er die Lektion.
Lohnt es sich also, tief in die Tasche zu greifen, um mit der Elite zu verkehren? Die Daten sagen Nein für alle, die keine etablierten Verbindungen haben. Solange die Schulen weiterhin behaupten, dass Netzwerke entscheidend sind, bleibt der Preis hoch.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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