Dune und die Fremen: die Debatte, die jede Neuverfilmung neu entfacht

Jede Dune-Verfilmung stellt neu die Frage nach dem Aussehen der Fremen und der Besetzung der Chani, von 1984 bis zur Version von Villeneuve

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Dune und die Fremen: die Debatte, die jede Neuverfilmung neu entfacht
Die Rassismus-Debatte, die Dune bei jeder Neuverfilmung neu entfacht

Jede Adaption von Dune wirft dieselbe Frage wieder auf, und keine beantwortet sie ganz: Wie sehen die Fremen aus? Nach Ansicht eines Teilnehmers der Debatte legt Frank Herberts Roman ihr Aussehen nicht fest, und auch die Fassungen von 1984 und 2000 tun es nicht, während Denis Villeneuves Version die Diskussion neu entfacht hat, weil seine Besetzung des Wüstenvolks weitgehend aus nicht-weißen Schauspielern besteht – was ein Teil des Publikums als politische Entscheidung liest und der andere als Treue zur Vorlage.

Die Fremen und ihre sarracinische Lesart

Ein Leser erinnert daran, dass Herbert Arrakis mit Echos der sarracinischen Welt bevölkerte: ein Volk, das eine Ressource aus der Wüste fördert – die Spice, ähnlich wie Erdöl –, erkennbar religiöse Begriffe und ein Dschihad, der auf der Leinwand zu „Heiligem Krieg“ umformuliert wurde. Ein anderer hält die Verbindung für schwächer, als sie scheint: Im Buch haben die Fremen Mekka und Mohammed vergessen, und ihr synkretistischer Glaube – der „Buddislam“ – grenzt eher an Parodie als an Hommage.

Chani: drei Gesichter für dieselbe Figur

Die Figur der Chani funktioniert als Thermometer des Wandels: Die Debatte stellt ihr Bild von 1984, das von 2000 und das heutige gegenüber. Wer die Besetzungsentscheidung verteidigt, tut dies mit Verweis auf die sarracinischen Vorbilder, die der Roman von Anfang an hat. Wer sie kritisiert, spricht von erzwungener Inklusion und Entfernung vom Text.

Der Bösewicht, der immer schon Paul Atreides war

Die Paradoxe, so langjährige Leser der Saga, ist, dass der eigentliche Bösewicht Paul selbst ist. Herbert fürchtete, er könnte als konventioneller Held im Kapuzenmantel gelesen werden – und genau darin liegt ein großer Teil der Größe des Romans. Auf der anderen Seite der Waage bedauern manche, dass die Darstellung des Barons Harkonnen das Merkmal der Gaiität verloren hat, das er im Buch hatte.

Und über allem schwebt die unbequeme Frage: Wenn ein Klassiker verfilmt wird – wiegt schwerer, was sein Autor geschrieben hat, oder was das heutige Publikum auf der Leinwand erwartet?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (33 Antworten).

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