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Drei Richterinnen entfachen in Spanien die Debatte über erzwungene Mutterschaft neu
Drei Richterinnen, eine Ernennung und eine Welle von Kommentaren über ihre Mutterschaft. Der gesellschaftliche Druck geht auch im Richterberuf nicht in Rente.
Drei Richterinnen, ein einziges „Mit Genehmigung des Gerichts“ und die ewige Frage nach ihrem Privatleben
Drei Frauen treten in den Richterdienst ein, und die öffentliche Diskussion verlagert sich schon bald auf das, was eigentlich nicht relevant sein sollte: wann sie Kinder bekommen wollen. Das ist kein Gerücht und keine Übertreibung. Genau das ist nach der Amtsübernahme dreier namenloser Richterinnen geschehen, die eine Stelle gewonnen haben und deren größte berufliche Leistung unter einer Flut von Kommentaren über ihre Fruchtbarkeit begraben wurde.
Manche wünschen ihnen öffentlich einen zahlreichen Nachwuchs, als wäre die Robe mit einer eingebauten biologischen Uhr ausgestattet. Manche spotten, sie sollten „mit Genehmigung des Gerichts“ um den Mutterschaftsweg nachsuchen. Und manche verlangen schlicht, dass sie das gesellschaftliche Drehbuch erfüllen, das mit der Geburt beginnt – bei Männern stellt sich diese Frage nie.
Der Hintergrund ist nicht nur Salon-Machismus. Der Fortpflanzungsdruck auf Frauen in Führungspositionen ist ein messbares Phänomen: Immer wenn eine Frau an die Macht gelangt, taucht das Verhör über ihre Mutterschaft wieder auf. Die Justiz sollte da keine Ausnahme sein. Dass drei Richterinnen gleichzeitig eingetreten sind, hat die Dosis noch vervielfacht.
Die Anekdote der Woche, das „Trio“, das dem Aufsehen seinen Titel gibt, spiegelt einen nach wie vor gültigen doppelten Maßstab wider. Während die Institutionen mit Parität prahlen, bleibt die öffentliche Debatte in den verstaubtesten Geschlechterrollen stecken.
Bei solchen Tricks – kann da noch jemand bezweifeln, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein ungelöstes Problem bleibt?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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