DIGI Mobil erschüttert den spanischen Mobilfunkmarkt mit 5-GB-Tarif

Im April 2017 bot DIGI Mobil in Spanien 5 GB für 10 Euro ohne Vertragsbindung auf dem Movistar-Netz an und machte Konkurrenzangebote obsolet.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

DIGI Mobil erschüttert den spanischen Mobilfunkmarkt mit 5-GB-Tarif
Warum der 5-GB-Tarif von DIGI Mobil die Mobilfunkpreise in Spanien revolutionierte

Im April 2017 stellte sich eine unbequeme Frage für die großen Netzbetreiber: Kann wirklich jemand 5 GB Daten für 10 Euro anbieten? Die kurze Antwort lautet ja. Die lange Antwort umfasst ein gemietetes Netz von Movistar, anfängliche Verwirrung über die Verfügbarkeit von 4G und eine Gewinnmarge, die laut Augenzeugen schwer zu verdauen ist. Laut einem Forumsteilnehmer ist DIGI Mobil die spanische Tochter eines rumänischen Unternehmens, das sich bis dahin vor allem an die rumänische Gemeinschaft in Spanien richtete, mit doppelter Rufnummer auf derselben SIM-Karte.

Die Kombi-Tarife, die alle Vergleiche sprengten

Der Hauptattraktionspunkt waren Pakete mit Gesprächsminuten. 1 GB und 100 Minuten für 5 Euro; 2 GB und 400 Minuten für 10; 5 GB und 500 Minuten für 15; und 10 GB und 2.000 Minuten für 20. Parallel dazu liefen reine Datentarife: 2 GB für 5 Euro und 5 GB für 10. Das Bemerkenswerte war nicht nur der niedrige Preis, sondern dass die gleichen Bedingungen sowohl für Vertrag als auch für Prepaid galten. In einem Markt, der an Mindestvertragslaufzeiten gewöhnt war, wirkte dieses Detail wie Dynamit.

Der Nebeneffekt war eine sofortige Neubewertung aller anderen Angebote. Bei diesen Preisen wurden mehrere Tarife, die noch vor Monaten als bahnbrechend galten, schlagartig veraltet. Der Vergleich wurde zur reinen Arithmetik statt einer Geschmacksfrage.

Hat DIGI Mobil 4G oder nur 3G?

Die erste Verwirrung betraf die Netzabdeckung. Es wurde angenommen, dass man das 4G-Netz von Movistar nutzte; dies wurde schnell korrigiert: Zu diesem Zeitpunkt wurde nur 3G angeboten. Für die Forumsteilnehmer schien dieser Unterschied nicht gravierend: Ihren Berechnungen zufolge lag die durchschnittliche Geschwindigkeit bei 3G um die 10 Mbit/s und bei 4G zwischen 30 und 40 Mbit/s, ein Unterschied, der beim normalen Surfen kaum wahrnehmbar ist. Die Ersparnis hingegen war deutlich spürbar.

Ein Nutzer berichtete später, dass 4G bereits verfügbar sei und dass ein Neustart des Geräts ausreiche, um es zu aktivieren. Die Details zum Roaming dauerten länger: Außerhalb Spaniens war der Dienst auf Telefonie beschränkt, ohne Datenübertragung.

Die Marge, die kaum jemand offenlegen will

Hier kommt der unangenehme Teil. Ein Insider, der behauptet, die Geschäftsführung genau zu kennen, erklärt, dass die Kosten pro Gigabyte und Minute für die Netznutzung im Bereich von Zehntel-Cent liegen. Wäre diese Zahl korrekt, wäre die Gewinnmarge des Geschäfts für Kunden, die seit Jahren das Dreifache zahlen, schwer zu rechtfertigen. Dies ist eine ungeprüfte Behauptung, passt aber zur Logik eines Marktes, in dem das Netzleasing die einzige Infrastruktur ist, die der Anbieter nicht selbst baut.

Man sollte Fakten von Vermutungen trennen. Überprüfbar ist der Preis. Alles andere sind Berechnungen, die internen Quellen zugeschrieben werden und per Definition nicht bestätigt sind.

Prepaid, Karte und Portierung: Das Kleingedruckte

Die Bezahlung erfolgt per Debit- oder Kreditkarte, was einige Nutzer zunächst abschreckte. Ein Nutzer berichtet, dass die Portierung 10 Euro kostet und die SIM-Karte in zwei bis drei Tagen eintrifft, obwohl die Website vier Tage verspricht. Zur Kontrolle des Verbrauchs muss man laut einem anderen Nutzer die Website nutzen, da die offizielle App nur für Rumänien funktioniert.

Es gab sogar Fälle, in denen das Guthaben zurückgesetzt wurde: Nach einem Netzausfall und mehr als 3 GB Verbrauch kehrte das Kontingent magisch auf 5 GB zurück. Da es sich um Prepaid handelte, gab es keine versteckten Gebühren.

ADSL-Ersatz für manche, unzureichend für andere

Die Nutzung als Heiminternet löste die hitzigsten Debatten aus. Manche behaupten, dass 5 GB pro Monat für Online-Banking, E-Mail und Lesen ausreichen und die Ersparnis bei etwa 35 Euro monatlich bzw. 420 Euro jährlich liegt. Andere argumentieren, dass ein ADSL-Anschluss mit 12 Mbit/s für 20 oder 25 Euro ein tragbarer und besserer Kostenfaktor sei, und warnen, dass man bei 5 GB jeden Megabyte messen müsse.

Kann man einen festen Internetanschluss auf Basis eines mobilen Prepaid-Tarifs aufbauen? Den verfügbaren Zahlen nach ja, für viele. Der täglichen Erfahrung nach jedoch nur, wenn man bereit ist, jeden Megabyte zu überwachen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (145 Antworten).

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