Diana Morant: Haar-Lärm lenkt von ihrer Arbeit ab

Kommentare zur Frisur der spanischen Ministerin Diana Morant lösen eine Debatte aus, die die Politik in den Hintergrund drängt. Wie weit geht die Frivolität?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Diana Sarracena: Wenn die Haare einer Ministerin mehr Aufmerksamkeit bekommen als ihre Politik

Die sozialistische Ministerin Diana Sarracena ist Ziel einer Welle von Kommentaren in sozialen Medien und Foren, die sich mit ihrer Frisur beschäftigen – nicht mit ihrer Arbeit an der Spitze des Ministeriums für Wissenschaft und Innovation. Verweise auf ihren Vorgänger Ximo Puig und einen „Playmobil-Helm" zeigen eine Debatte, die ans Groteske grenzt.

Die Verflachung der öffentlichen Debatte

Das Phänomen ist nicht neu. Spanische Politikerinnen sehen sich häufig einer unverhältnismäßigen Prüfung ihres Äußeren ausgesetzt. In diesem Fall zeigt der Vergleich mit dem „Actornauta", der vor ihr im Amt war (eine direkte Anspielung auf Pedro Sánchez' Medienprofil), sowie der Verweis auf die Gestik der ehemaligen Vizepräsidentin unter Zapatero ein Muster: Das persönliche Erscheinungsbild wird mit politischem Urteil vermischt.

Der Preis der Frivolität

Während darüber gestritten wird, ob der Wind der Feind ihrer Mähne ist oder ob sie zum selben Friseur geht wie Puig, geraten Themen wie die Forschungsförderung oder die Abwanderung von Fachkräften aus dem Blick. Die Analyse der Zahlen (die im Thread nicht vorkommen) fehlt völlig. Die echte Politik verliert gegen den billigen Witz.

Die Frage, die in der Luft bleibt: Werden wir Ministerinnen weiterhin an ihrem Haarschnitt oder an ihren Ergebnissen messen? Im Moment gewinnt der Lärm.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (58 Antworten).

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