Der Tausend-Euro-Arbeiter, der sich mit Olanzapin durchschlägt

Ein 33-jähriger Arbeiter, dessen Beruf unbekannt bleibt, nimmt Beruhigungsmittel, während er sich 'durchschlägt'. Ein Porträt der Prekarität, die in keiner Statistik auftaucht.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Durchschlagen mit Beruhigungsmitteln: ein Spiegelbild der Arbeitsprekarität in Spanien

Manche behaupten, es gehe der Wirtschaft gut, mit Rekordbeschäftigung und steigenden Löhnen. Doch die Geschichte eines 33-jährigen Arbeiters, der sich 'durchschlägt' — sein Euphemismus für sich durchs Leben kämpfen — und 15 mg Olanzapin nimmt, um schlafen zu können, erzählt eine andere Realität. Ohne Angaben zu seinem Beruf ist sein Zeugnis zum Inbegriff des Tausend-Euro-Verdieners geworden, der in Ängsten gefangen ist.

Das Bild ist trostlos: Psychopharmaka als Routine, undurchsichtige Arbeitszeiten und ein existenzieller Pessimismus, den er selbst 'derroición' (Verfall) nennt. Ihm gegenüber ein anderes Profil: der Anleger, der Kurs-Gewinn-Verhältnisse und Cashflows analysiert, unbeeindruckt. Zwei Seiten derselben Münze: der eine, der die Prekarität erleidet, und der andere, der sie mit Zahlen betrachtet.

Die konkreten Daten sind spärlich: 33 Jahre alt, Beruhigungsmittel, 15 mg Olanzapin. Doch was an Zahlen fehlt, gibt es umso mehr an gelebter Erfahrung. Während die Ökonomen der Banco de España über Zinsen diskutieren, schlägt sich dieser Arbeiter weiter durch. Sein größter Erfolg ist, dass der Kreislauf weitergeht. Wenn er eines Tages nicht mehr postet, muss etwas Ernstes mit der Realwirtschaft passiert sein.

Das ist das wahre Barometer.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (29 Antworten).

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