Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Der Melville-Witz, der eine Verschwörungstheorie auslöste
Ein Witz über Herman und Jean-Pierre Melville befeuert eine Verschwörungstheorie über einen spanischen Sänger. Drei Grade der Trennung und eine Löschung.
Mehr als nur ein Spiel: Der Witz baut auf drei Graden der Trennung auf. Der erste Sprung führt von Jean-Pierre Melville zu einem Schauspieler aus seinen Trenchcoat-Filmen; der zweite vom Schauspieler zum Look des Sängers; der dritte vom Sänger zu einem Studiotechniker, der den Witz reißte und am Ende binnen zehn Minuten eine Abfindung unterschrieb. Daraus folgt: Der Künstler sei „entweder nicht der, für den er sich ausgibt, oder sein Künstlername ist reiner Nebel“.
Vervollständigt wird die Geschichte mit Amos Tutuola, einem spanischen Komiker und einem vierbuchstabigen Namen, den niemand errät. Wer den Hinweis streute, drohte, das Gespräch zu löschen, falls jemand das Rätsel löse. Gelöscht wurde es trotzdem. Und genau dieser Akt ist für die Anhänger der Theorie der untrügliche Beweis, dass etwas vertuscht wird.
Die Löschung als Beweis und als Alibi
Für die Skeptiker ist der Sinneswandel ein perfektes Alibi: Die Löschung macht aus einem Kammerspiel eine Verschwörung. Es gibt keinen Sänger, keinen Techniker, keine ewigen Ferien – nur einen Witz, der ihnen entglitten ist. Für die Verschwörungstheoretiker hingegen macht sich niemand die Mühe, eine unwichtige Nachricht zu löschen.
Allerdings lässt sich aus dem Gespräch weder der Name des Sängers noch der des angeblichen Technikers entnehmen. Die Rede ist nur von einem digitalen Double auf Twitter, das „viele Informationen preisgibt“. Viel zu wenig für eine Anzeige, genug für eine Legende.
Das Rätsel wird wohl ungelöst bleiben, denn auch die Löschung beweist nichts. Aber falls eines Tages ein Sänger zugibt, dass sein Künstlername eine Erfindung ist und ein Techniker wegen eines Witzes seinen Job verlor, muss man zu den Melvilles zurückkehren. Mit etwas Glück ergibt das Spiel dann einen Sinn.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (14 Antworten).
Goodreads listet 'Demoníacos', ein Buch von Pedro Bustamante aus dem Jahr seines Verschwindens. Niemand hat ein Exemplar gesehen oder kennt den Verleger.
Schwarze mit blauen Augen vor 15.000 Jahren in England? Die Argumente der Evolutionsleugnung, die Darwin mit der Freimaurerei verbinden und die natürliche Selektion verwerfen.
Der Harvard-Astrophysiker Avi Loeb behauptet, das interstellare Objekt 3I/ATLAS ignoriere die Erde. Vertuschung oder Übertreibung? Die Debatte vermischt Daten, YouTuber und die Matrix.
Bevor Martin mit Game of Thrones berühmt wurde, arbeitete er im Fernsehen. Seine Zeit bei Beauty and the Beast verband ihn mit Schauspielern aus Hellboy und Dark Horse.