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Debatte über Spaniens politische Talkshows am Samstagabend
Forumsnutzer diskutieren über Malas Lenguas Noche und La Sexta Xplica: „In dieser Sendezeit gibt es keine Talkshow der Mitte oder der Rechten“, so ein Kommentar
Zwei Talkshows für einen Samstagabend und keine aus der Mitte
Samstag, 21:30 Uhr. Zwei politische Analysesendungen laufen gleichzeitig und konkurrieren, zumindest auf dem Papier, um denselben Zuschauer: Malas Lenguas Noche auf La 2 und La Sens Xplica. Die erste läuft im öffentlich-rechtlichen Sender Spaniens, die zweite im Privatsender von Atresmedia. Die zeitliche Überschneidung ist kein Detail am Rande: Sie konzentriert das Informationsangebot der Sendezeit auf zwei Formate, die laut der Diagnose, die unter den Zuschauern kursiert, die entgegengesetzten Pole des Spektrums besetzen und den Zuschauer im Stich lassen, der mit keinem von beiden übereinstimmt.
Die vorherrschende These in der Diskussion lautet, dass es in dieser Sendezeit keine Talkshow der Mitte oder der Rechten gibt. Es wird behauptet, dass beide Angebote aus unterschiedlichen Gründen „unerträglich“ seien und dass der öffentlich-rechtliche Sender einen Großteil des Publikums übernommen habe, das früher den Privatsender einschaltete. Von dort zur Diagnose der Polarisierung ist es ein Schritt, den viele ohne Zögern machen: Bietet das Programm nur Extreme, landet der Zuschauer am Ende bei dem Extrem, das ihn bestätigt. Die Argumentation hat die Eleganz des Einfachen und die Schwäche des Einfachen.
Was jeder Sender am Samstag um 21:30 Uhr bietet
Der öffentlich-rechtliche Sender zeigt Malas Lenguas Noche auf La 2. Über ihren Ursprung kursiert eine immer wiederkehrende Erklärung: Das Format sei als Antwort auf die Wahrnehmung entstanden, die Sendung des Privatsenders sei „sehr faschistisch“ gewesen. Das Programm wird also als ideologische Korrektur des fremden Angebots gelesen, nicht als eigenständige redaktionelle Entscheidung. Diese Lesart, ob wahr oder nicht, prägt, wie jede Sendung aufgenommen wird, noch bevor sie beginnt.
Auf der anderen Seite hält La Sens Xplica seinen Sendeplatz mit Talkgästen verschiedener Gesinnungen, darunter auch das rechte Lager. Manche sehen die Sendung selektiv und räumen ein, dass man im Rauschen etwas hören kann. Andere haben das Fernsehen schlicht aufgegeben und betrachten es buchstäblich als Grammophon: ein Möbelstück, das Platz wegnimmt und nie eingeschaltet wird.
Die Anekdote, die die Szene am besten zeichnet, ist die des Zuschauers, der die beiden Optionen leid ist, zu einem Regionalsender wechselt und dort ein paar rechte Talkgäste findet, die scharf auf die Regierung schießen. Die Klage über den Mangel an Pluralität löst sich durch Umschalten, nicht durch Abschalten des Geräts.
Polarisierung als Ausrede fürs Programm
Das am häufigsten wiederholte Argument lautet, dass der Publikumsverlust des Privatsenders durch die Abwanderung der Zuschauer zum öffentlich-rechtlichen Sender zu erklären ist. Wäre das wahr, wäre die Schlussfolgerung für beide unangenehm: für diejenigen, die gegangen sind, weil sie zugeben, dass sie konsumieren, was sie früher kritisiert haben; für diejenigen, die geblieben sind, weil sich ihre Zielgruppe verkleinert hat. Polarisierung wäre in dieser Erzählung kein Zufall des Programms, sondern sein Produkt.
Dagegen vertritt eine andere Strömung die Ansicht, dass das Problem nicht die redaktionelle Linie, sondern das Format ist. Zwei Stunden nächtliche Talkrunde mit denselben Teilnehmern und denselben Themen ermüden jeden. Die vorgeschlagene Alternative ist keine weitere Talkshow, sondern irgendetwas anderes: ein aufgezeichneter Film, eine Serie, ein Video im Internet oder schlicht das Weggehen. Das Vollprogramm verliert durch Langeweile, nicht durch Ideologie.
Und eine dritte, weniger kämpferische Position stellt lediglich fest, dass sie keine einzige Minute einer der beiden Sendungen gesehen hat. Enthaltung ist auch eine Antwort, und wahrscheinlich die mehrheitliche.
Der Zuschauer, der schon weg ist
Das Gespräch driftet zu einer breiteren Diagnose: Lineares Fernsehen zu sehen gilt als Gewohnheit einer anderen Zeit. Das Angebot auf Abruf und die Streamingplattformen haben den Konsum umgeformt, und die Samstag-Primetime ist der letzte Rückzugsort eines Modells, das ausklingt. Wenn der junge Zuschauer nicht zum Programm zurückkehrt, hat die Diskussion darüber, welche Talkshow schlimmer ist, etwas von einem Salon-Gespräch.
Bleibt die irritierende Zahl: Zwei Sendungen konkurrieren um dieselbe Minute, in derselben Sendezeit, mit Publika, die sich zwischen Gleichgültigkeit und Verärgerung aufteilen, und keine von beiden schafft es, den Zuschauer zu halten, der sagt, er habe sie aufgegeben. Der Krieg der Samstag-Talkshow wird vor allem gegen die Fernbedienung geführt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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