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Das inoffizielle Parkgeld der Gorrillas: Wer regelt die Straße?
Das Geschäft mit den Gorrillas in Spanien: zwischen Erpressung und Selbstregulierung. Fehlende Polizeiarbeit und Vorschläge, die inoffizielle Parkgebühr abzuschaffen.
Gorrillas: Die inoffizielle Parkgebühr, die niemand zu regulieren weiß
Jeden Morgen stehen Tausende spanische Autofahrer vor einem Dilemma: einen Euro an den Mann auf der Straße zahlen oder riskieren, dass ihr Auto verkratzt wird. Die Gorrillas, selbsternannte Einweiser, die sich öffentliche Parkplätze aneignen, agieren seit Jahrzehnten am Rande der Gesetzes. Doch ihr Geschäft, reine Schwarzarbeit, wirft erneut eine unbequeme Frage auf: Fehlt Regulierung oder gibt es zu viel Staat?
Die Debatte spaltet sich in zwei Lager. Die eine Seite sagt: Ohne klare Regeln setzt sich das Recht des Stärkeren durch – aus Erpressung wird organisierte Kriminalität, mit Preisen von bis zu 50 Euro pro Parkvorgang. Die andere hält Selbstregulierung für möglich: Wenn nur alle zusammen Mut zeigen, verschwindet der Gorrilla. Dazwischen fehlt es nicht an satirischen Vorschlägen wie Truppen von «Anti-Schnorrern-Schützern» mit Baseballschlägern und Megafonen – eine Art «Desokupa» für Parkplätze.
Die Untätigkeit der Polizei ist der Hintergrund all dessen. In Städten wie Valencia gibt es zwar Regeln, doch sie werden nicht durchgesetzt. Unterdessen hat der Vox-Stadtrat von Castellón, Antonio Ortolá, eine Kampagne gegen die Gorrillas gestartet und bringt das Phänomen mit der Untätigkeit von Ministerpräsident Sánchez in der Migrationspolitik in Verbindung. Dazu kommt der Straßenhandel: Derselbe bestrafte Verkäufer kauft immer wieder neue Ware, um weiterzuverkaufen.
Am Ende verblüfft eine Zahl: Niemand weiß genau, wie viel Geld mit dieser inoffiziellen Parkgebühr umgesetzt wird, aber alle zahlen sie. Wenn die Polizei nicht handelt und die Norm nicht kommt, wird der Gorrilla weiter kassieren. Und in der meantime gewinnt nur derjenige, der aus der Not ein Geschäft macht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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