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Darf man in Spanien eine Tochter enterben, weil er die Vaterschaft bestreitet?
Ein Mann kündigt an, sich von seiner Tochter zu distanzieren, weil sie nicht sein leibliches Kind sei. Das spanische Recht sieht eine Enterbung wegen bloßer Bestreitung der Vaterschaft nicht vor.
Tochter enterben durch Bestreitung der Vaterschaft: Was das Gesetz sagt
Kann ein Vater seine Tochter mit einer bloßen Ankündigung enterben? Ein Mann hat erklärt, sich von einem minderjährigen Kind trennen zu wollen, dessen Vaterschaft er bestreitet, und beruft sich dabei auf Identitätstests und einen angeblichen Plan der Mutter, die Gunst der Großeltern zu bewahren. Der Fall rückt einen alten Konflikt wieder in den Mittelpunkt: den der biologischen Abstammung gegenüber dem Zivilstandsregister im Erbrecht.
Das Erbe des 'verhassten Kindes'
Die Geschichte beruft sich auf die Figur des 'verhassten Erben', ein Ausdruck, der im spanischen Código Civil keine direkte Anerkennung findet. Eine Enterbung ist nur bei bestimmten Gründen möglich: körperliche oder seelische Misshandlung, schwere Beleidigungen oder Verletzung familiärer Pflichten. Die Bestreitung der Vaterschaft gehört allein nicht dazu. Der Verfasser der Nachricht fügt zudem ein familiäres Beispiel hinzu: Ein Cousin und eine Schwester wurden vom Testament seines Vaters ausgeschlossen, was auf ein wiederkehrendes Erbmuster hindeutet.
DNA und Pflichtteil: Das Register zählt
Der Konflikt dreht sich um die Beweiskraft von Vaterschaftstests. Aus juristischer Sicht gilt jedoch: Steht das Kind als Tochter des Erklärenden im Zivilstandsregister, ist sie pflichtteilsberechtigt. Die Vaterschaft anzufechten erfordert ein vorheriges Gerichtsverfahren; eine öffentliche Erklärung genügt nicht. Solange kein rechtskräftiges Urteil vorliegt, bleibt der Pflichtteil unantastbar.
Digitale Bekundungen ersetzen keine gerichtliche Entscheidung. Und im Erbrecht gilt: Wer auf ein Urteil wartet, ohne Klage einzureichen, geht leer aus. Oder ohne Prahlerei.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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