CIA warnt vor russischen Drohnenangriffen auf Spanien, Frankreich und Italien

Die CIA hat Europa vor möglichen russischen Drohnenangriffen gewarnt, die von Schiffen aus gestartet werden könnten. Das Modell Gerbera steht im Fokus.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die USA haben mehrere europäische Regierungen, darunter Spanien, Frankreich und Italien, vor einem möglichen Angriff Russlands mit Drohnen gewarnt, die von Schiffen aus gestartet werden sollen. Ziel sei es, politische und wirtschaftliche Schäden zu verursachen, statt massive Zerstörung anzurichten.

## Der Schatten russischer Drohnen im Mittelmeer

Der US-Geheimdienst hat mehrere europäische Länder, darunter Spanien, Frankreich und Italien, vor Plänen Russlands gewarnt, Angriffe mit Drohnen vom Meer aus zu starten. Die Informationen, die nach einem Besuch des CIA-Direktors in Moskau geteilt wurden, deuten darauf hin, dass Russland Handelsschiffe nutzen könnte, um diese unbemannten Fluggeräte zu verstecken und zu starten, was ihre Entdeckung erschwert. Das Hauptziel dieser Aktionen wäre nicht die großflächige Zerstörung, sondern die Erzeugung eines politischen und wirtschaftlichen Schocks, indem man die Schwäche der europäischen Verteidigung und mögliche Spaltungen bei der Unterstützung der Ukraine ausnutzt.

Quellen nahe am litauischen Verteidigungsministerium berichteten, dass die Drohnen möglicherweise vom Typ **Gerbera** sind, ein Gerät mit einer Flügelspannweite von etwa zwei Metern und einem Gewicht von bis zu **18 Kilogramm**, das Geschwindigkeiten von **160 Stundenkilometern** erreichen kann und eine Reichweite von bis zu **600 Kilometern** besitzt. Die Sprengladung wird auf vier bis fünf Kilogramm geschätzt, was ausreichen würde, um Brände zu legen, exponierte Ausrüstung zu beschädigen oder den Betrieb in Häfen und Flughäfen vorübergehend zu unterbrechen. Solche Angriffe, vom Meer aus gestartet, gelten als relativ einfach durchzuführen, da die Drohnen von der Deckseite eines Schiffes katapultiert werden können.

Die Warnung fällt zusammen mit einer zunehmenden Aggressivität Russlands und einer Rhetorik, die westliche Länder als aktive Teilnehmer am Ukraine-Konflikt betrachtet. Während Russland bisher unterhalb der "Kriegsschwelle" agiert hat, um eine koordinierte NATO-Reaktion zu vermeiden, hat sich die Sabotagekampagne gegen Ziele in ukraine-freundlichen Ländern intensiviert. Vorfälle wie der kürzliche bewaffnete Drohnenangriff am Flughafen **Leipzig**, der dem russischen Geheimdienst zugeschrieben wird, oder das Umleiten von **19 Drohnen** ohne Munition in den polnischen Luftraum vor einem Jahr sind Beispiele für diese Eskalation.

## Warum Spanien, Frankreich und Italien?

Die Auswahl Spaniens, Frankreichs und Italiens als mögliche Ziele ist kein Zufall. Diese Länder stehen vor Wahlkämpfen und Wahlen im Jahr **2027**, einem Zeitpunkt, an dem radikale Kräfte die Angst und die Kriegsmüdigkeit gegenüber der Ukraine ausnutzen könnten. Besonders in Frankreich und Italien gibt es politische Positionen, die als nah an den Interessen des Kreml wahrgenommen werden. Die Intervention des französischen linken Kandidaten **Jean-Luc Mélenchon**, der die Intensivierung der russischen Bedrohung den "weitreichenden Angriffen" der Ukraine auf russisches Gebiet zuschrieb, illustriert diese Dynamik.

Verteidigungsanalysten weisen darauf hin, dass geografische Distanz keine Sicherheit garantiert. Das Ziel könnte der "schwächste Punkt Europas" sein, unabhängig von seiner Nähe zur russischen Grenze. Länder wie Großbritannien oder Spanien, die nicht ausreichend in integrierte Luft- und Raketenabwehrsysteme investiert haben, gelten als verwundbar. Das Hauptziel eines Angriffs mit Gerbera-Drohnen, die von einem Handelsschiff aus gestartet werden, wäre es, Russlands Fähigkeit zu demonstrieren, das europäische Hinterland zu erreichen, und die mangelnde Resilienz sowie politische Fragilität auszunutzen.

Die russische Strategie, Drohnen vom Meer aus zu starten, wurde bereits erforscht und geübt. Im Jahr **2020** führte das russische Unternehmen **ZALA**, verbunden mit dem Kalaschnikow-Konsortium, Demonstrationsstarts von fahrenden Schiffen aus durch. Im Oktober **2024** wurden diese Experimente von einer maritimen Plattform aus wieder aufgenommen. Zudem entdeckte eine schwedische Marineeinheit im Februar eine Drohne, die von einem russischen Aufklärungsschiff in der Meerenge **Öresund** abhob, während der französische Flugzeugträger **Charles de Gaulle** in der Region war. Diese Vorfälle, zusammen mit dem Abschuss von Leuchtraketen durch ein russisches Kriegsschiff gegen einen dänischen Hubschrauber in der Ostsee am vergangenen **14. September**, zeigen eine wachsende militärische Aktivität und Provokation in europäischen Gewässern.

## Das Mittelmeer als neue Front

In russischen Militärkreisen wird die südliche Flanke des Mittelmeers als Weg dargestellt, um Frankreich zu bedrohen. Ein einflussreicher Telegram-Kanal, **Rybar**, veröffentlichte am **19. September** eine Karte des Mittelmeers unter dem Titel "Russische Medizin gegen französische Arroganz", die auf die Lieferung von Geran-5-Drohnen an Algerien und deren potenzielle Reichweite zu Flugzeugfabriken, Militärbasen, Atomkraftwerken und petrochemischen Anlagen im Süden Frankreichs hindeutet. Diese Operation ähnelt der ukrainischen "Spider web"-Strategie, bei der Drohnen, versteckt in LKW-Containern, in der Nähe russischer Flugplätze eingesetzt wurden.

Die Intensivierung der russischen Sabotageaktivitäten zielt darauf ab, die Unterstützung für die Ukraine zu reduzieren, Spaltungen innerhalb der NATO zu provozieren und die europäische Bevölkerung zu alarmieren. Polen verfügt ebenfalls über ähnliche Informationen, mit Warnungen des Premierministers **Donald Tusk** vor möglichen russischen Angriffen. Der litauische Außenminister **Kestutis Budrys** betont die Notwendigkeit, Konsequenzen zu vermeiden, da Russland "sich nicht verstecken wird". Die Möglichkeit, dass Gerbera-Drohnen mit abmontierten Flügeln in einem Container transportiert oder diagonal platziert werden, erleichtert ihren Transport und die Vorbereitung an Bord. Eine vor der polnischen Küste geborgene Gerbera-2-Drohne trug einen Splitterkopf mit Zünder und etwa **vier Kilogramm Sprengstoff**, obwohl ihr Startort nicht als naval launch bestätigt wurde.

Die Taktik, Drohnen von maritimen Plattformen aus zu starten, ist nicht exklusiv für Russland; auch die Ukraine tut dies. Einige Analysten vermuten, es könnte eine Antwort auf ukrainische Aktionen sein. Eine Quelle nahe dem Kreml warnte vor der Absicht, Europa für seine Unterstützung Kiews zu bestrafen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (9 Antworten).

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