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Ceuta-Krise: 78.476 Hassnachrichten in 25 Tagen im Netz
Die Oberaxe meldet 78.476 Hassnachrichten in 25 Tagen nach der Ceuta-Krise in Spanien, mehr als das Dreifache des Tagesdurchschnitts. Die digitale Überwachung wird verstärkt.
Wie viel Hass passen in 25 Tage Krise? Laut Daten der Oberaxe (der staatlichen Beobachtungsstelle für Hass in Spanien), die von El País vorab veröffentlicht wurden, mindestens 78.476 Nachrichten. Die Zahl, die nach der humanitären Krise in Ceuta registriert wurde, übersteigt den Tagesdurchschnitt der vorherigen sieben Monate um ein Vielfaches. Das ist keine Empfindung: Es ist die offizielle Statistik, und sie erzwingt bereits mehr Überwachung.
Drei Tage genügten, um den Durchschnitt zu sprengen
Die erste Woche war die heftigste. Allein in den ersten drei Tagen nach dem 30. Juli wurden mehr als 17.000 Hassnachrichten gezählt, so die Oberaxe. Der bisherige Tagesdurchschnitt lag bei 1.294 Nachrichten; während der Krise stieg er auf 3.139 täglich. Die Regierungsbeobachtungsstelle nutzt künstliche Intelligenz, um soziale Netzwerke zu durchsuchen und diese Äußerungen einzuordnen.
Eine Kurve mit Vorläufer
Ceuta ist kein Einzelfall. Der einzige aktuelle Anstieg in der Zeitreihe, der diesen übertrifft, sind die Unruhen in Torre Pacheco in Murcia im vergangenen Sommer. Dieser Vergleich legt nahe, dass Hass-Spitzen in Situationen migrationsbedingter Spannungen oder städtischer Konflikte ausbrechen, nicht aus dem Nichts entstehen.
Mehr Überwachung, gleiche Unklarheit
Die institutionelle Antwort besteht darin, die Beobachtung zu verstärken. Die Grundsatzdebatte ist weiterhin offen: Was gilt als Hass, was als Kritik an der Migrationspolitik? Die Grenze ist dünn, und die Zahlen zeichnen sie nicht von allein.
Die Hasszählmaschine läuft weiter. Der digitale Hahn hat vorerst kein Absperrventil.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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