Brave zahlt fürs Browsen: Nutzer berichtet von 0,7 BAT monatlich

Der Browser Brave verteilt BAT-Token für das Ansehen von Werbung, doch die Auszahlung ist auf fünf Länder beschränkt und erfordert einen Ausweis sowie ein Uphold-Konto.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Brave zahlt fürs Browsen: Nutzer berichtet von 0,7 BAT monatlich
Brave verspricht Bezahlung fürs Browsen: Ein Nutzer rechnet mit 0,7 BAT pro Monat

Lässt sich echtes Geld mit einem Browser verdienen, der für das Ansehen von Werbung zahlt? Ja. Die Frage ist nur wie viel. Nach den vorliegenden Daten liegt der Ertrag bei etwa einem Euro pro Monat. Der Browser Brave, gegründet von Brendan Eich, dem Schöpfer von JavaScript und Mitgründer des Mozilla-Projekts, versprach, BAT — seinen eigenen Token — an Nutzer zu verteilen, die personalisierte Werbung akzeptieren. In der Praxis konnte eine vollständige Periode des Browsing mit Werbung laut Berichten eines Nutzers mit 0,7 BAT abgerechnet werden. Ein Kaffee, wenn jemand anderes ihn bezahlte.

Was ist Brave und warum blockiert es Werbung, die es dann verkauft?

Brave ist ein Open-Source-Browser, der auf Chromium basiert — derselbe Motor, der Chrome antreibt — unter Mozilla Public License verfügbar für iOS und Android. Sein Schild blockiert Werbung und Tracker und wirbt damit, weniger Daten mit Werbetreibenden zu teilen. Das Modell ist eigenwillig: Es nimmt dir die unerwünschte Werbung weg und bietet dir stattdessen andere an. Du entscheidest, sagt das Marketing. Den Preis dieser Entscheidung legt in der Praxis der Token-Markt fest.

Das Geschäftsmodell ruht auf zwei Säulen. Die eine ist Privatsphäre: weniger Tracking, weniger digitale Spuren. Die andere ist Belohnung: Wer Werbebenachrichtigungen akzeptiert, sammelt BAT, den Basic Attention Token. Ein Anstieg von 1.200 % bei registrierten Publishern innerhalb eines Jahres, so die im Thread genannte Zahl, gab den Enthusiasten Munition. Die Zahl beeindruckt, bis man nach der Ausgangsbasis fragt.

Brave Rewards in Spanien: Fünf Länder, ein Ausweis und der 8. Tag

Während eines großen Teils des analysierten Zeitraums funktionierten die Belohnungen für das Ansehen von Werbung nur in fünf Ländern. Spanien war nicht darunter. Interessierte konnten den Browser installieren, die Schilde aktivieren und warten, aber der BAT-Hahn blieb geschlossen. Die Frage «Wann kommt es nach Spanien?» wiederholte sich mit der Beharrlichkeit eines Kindes, das fragt, ob es noch lange dauert.

Als das System öffnete, kam das Hindernis. Die Auszahlung der Tokens erforderte ein Konto bei Uphold, und Uphold verlangt einen Ausweis. Die Zahlungen erfolgten am 8. Tag jedes Monats und nur über die Desktop-Version; auf dem Mobilgerät blieben die BAT angesammelt ohne Ausweg. Eine Prämie forderte 25 gesperrte BAT — etwa 50 Dollar laut ihrem Konto — ohne Möglichkeit der Übertragung. Ein Token, den du nicht bewegen kannst, ist kein Geld: Es ist eine Zahl auf einem Bildschirm.

Der Trick mit dem Schalter und die BAT-Farmen

Es kursierte eine Methode zur Vervielfachung der Benachrichtigungen: In die Einstellungen gehen, den Werbe-Reiter deaktivieren und wieder aktivieren. Die Belohnungen, hieß es, kämen reichlich. Auch wurde davon gesprochen, die Maus fünfzehn Sekunden stillzuhalten und sie dann zu bewegen. Installateur-Tricks, um einen Hahn auszuquetschen, der je nach aktiven Kampagnen in der Region mehr oder weniger Wasser gibt.

Der Skeptizismus hatte seine eigene Rechnung. Ein Teil der Analyse verlangte Screenshots des tatsächlich eingegangenen Geldes und erinnerte daran, dass dieses Geld «jemand anderes genießt». 158 BAT schlummerten in einer Wallet in Erwartung, dass der Token den Dollar berührt. Andere träumten von Farmen voller Leute mit verklebten Augenlidern, die Werbung ansehen. Die Dystopie bleibt vorerst ein Wohnzimmer mit eingeschaltetem Laptop.

Vom Browser zur Börse: Binance, Uphold und 1,5 Milliarden Tokens

Brave und Binance schlossen eine Partnerschaft, um den Kryptohandel direkt im Browser zu integrieren. Der Zug passt: Wer bereits BAT ansammelt, möchte es wechseln können, ohne das Haus zu verlassen. Das gesamte Angebot des Tokens war laut einer im Thread kursierenden Berechnung auf 1,5 Milliarden Einheiten festgelegt, und zum Zeitpunkt dieser Zeilen blieben weniger als vier Millionen zur Ausgabe übrig. Die bullische These war einfach: Mit erschöpfter Emission kann der Preis nur steigen. Solange Bitcoin es erlaubt, natürlich.

BAT handelte bei 1,02 Euro und später bei 1,33 Dollar. Ohne offizielle Zahl darüber, wie viel monatlich angespart wird, schwankten die Berichte zwischen den 0,7 BAT eines schwachen Monats und den «mehreren BAT, die heute verdient wurden» eines anderen. Die Rechnung geht nicht auf, um die Arbeit niederzulegen, obwohl jemand ernsthaft fragte, ob man nur davon leben könnte.

Das Schild, das Netflix bricht, und der Schock mit Tor

Der Blocker ist so aggressiv, dass er das zerstört, was er schützen soll. Video-Streaming funktionierte nicht, sobald die Website getrackt wurde: Man musste zum Löwen-Symbol neben der Adressleiste gehen und das Schild seitenweise deaktivieren. Netflix, HBO und andere Plattformen hörten auf zu spielen, bis die Wache gesenkt wurde. Im Thread selbst wurde anerkannt: Durch Deaktivieren verschwand das Problem.

Es gab auch eine Sicherheitswarnung für Nutzer, die mit Tor innerhalb von Brave surften. Sie wurde gelöst, so die kursierenden Nachrichten, aber der Vorfall erinnerte daran, dass ein Browser, der Privatsphäre verkauft, eine zusätzliche Verantwortung trägt. Und die Alternativen schwiegen nicht: Falkon, Icecat und andere Namen kamen ins Gespräch als reale Option gegen den Herdentrieb. Brave Origin, die Version ohne künstliche Intelligenz, erschien später für jene, die nur einen Browser wollen und sonst nichts.



Die Bilanz zum Zeitpunkt dieser Diskussionen lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Brave funktioniert, blockiert gut und zahlt wenig. Sehr wenig. Die 158 BAT liegen weiterhin in der Wallet und warten auf den versprochenen Dollar. Der Dollar hat vorerst nicht an die Tür geklopft.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (256 Antworten).

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