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Bitcoin-Kritiker: Kryptowährung ist ein Schneeballsystem
Der Bitcoin-Preis fiel von 19.000 auf unter 7.000 Dollar. Kritiker sehen darin ein Schneeballsystem ohne staatliche Rückendeckung oder garantierte Zinsen.
Bitcoin: Vom Höchststand bei 19.000 Dollar zum Tiefpunkt unter 7.000
[P]Für seine Kritiker ist Bitcoin ein Schneeballsystem. Ihr Argument hält sich hartnäckig: Niemand produziert etwas, niemand erhält eine Gegenleistung, und der Letzte zahlt den Gewinn des Ersten. Die Befürworter entgegnen mit derselben Überzeugung: Niemand verspricht Zinsen für das Halten von Bitcoins. Die Debatte existiert seit langem, durchlief einen Höhepunkt bei 19.000 Dollar und ein Tal unter 7.000 Dollar – und bleibt ungelöst.[/P]
Die zwei Merkmale eines Schneeballsystems
[P]Das klassische Muster erfordert zwei Dinge: ein Versprechen hoher Renditen und die große Schwierigkeit, das Produkt zu erklären. Nach dieser Definition ist die Verteidigung von Bitcoin einfach: Kein Emittent verspricht Gewinne, und die Funktionsweise des Netzwerks ist dokumentiert und öffentlich. Wertsteigerung sei etwas anderes. Der Einwand lautet jedoch: Ohne echten Nutzen entsteht Wertzuwachs nur, wenn neues Geld hineinfließ.[/P]
[P]Hier setzt die Kritik an. Wenn der einzige Weg zur Steigerung darin besteht, dass mehr Leute bereit sind, höhere Preise zu zahlen, ähnelt das Schema stark verbotenen Strukturen. Es gibt keine formelle Anwerbungspflicht, richtig. Aber auch keine Notwendigkeit: Das Narrativ, „der Preis wird auf 100.000 Dollar steigen“, erledigt die Rekrutierung, ohne dass jemand unterschreibt.[/P]
Vom Tulpenwahn zu Afinsa: Die Ähnlichkeit mit Briefmarken
[P]Der häufigste Vergleich zieht Afinsa und Briefmarken heran: ein Asset ohne Produktion, knapp und nur wegen seiner Knappheit im Wert steigend. Wenn das Kaufargument lautet, dass es wenige Einheiten gibt und der Preis nur steigen kann, ist der Mechanismus identisch mit jeder Blase um knappe Güter. Holländische Tulpenzwiebeln und Vorzugsaktien gehören in dieselbe Liste. Die Antwort der Befürworter: Die Funktionsweise von Bitcoin ist dokumentiert und öffentlich, anders als bei jenen Fällen. Kritiker erwidern, dass bei Tulpen und Briefmarken zumindest physische Objekte existierten – und diese platzten trotzdem.[/P]
Warum gilt Bitcoin als nicht gedeckt?
[P]Die wiederkehrende Kritik zielt auf die Deckung: Es gibt keinen Staat, keine Zentralbank und keinen öffentlichen Apparat dahinter. Die Gesamtmenge ist auf 21.000.000 Einheiten begrenzt, was viele als unzureichend für jede reale Nachfrage ansehen. Und die Unze Gold, der Vergleichswert, liegt bei etwa 1.300 Dollar: Sie hat industrielle Anwendungen, bewahrt seit Jahrhunderten ihre Kaufkraft, und keine Zentralbank gibt sie her. Die Gegenwehr nutzt genau diese Zahl: Wenn Gold durch keine produktive Arbeit gedeckt ist und 1.300 Dollar wert ist, ist das Deckungsargument nicht so solide.[/P]
[P]Hinzu kommt ein technisches Problem: Verlorene Bitcoins auf einer defekten Festplatte sind unwiederbringlich. Technische Lösungen wie Papier-Wallets, Verschlüsselung oder Offline-Backups überzeugen jene nicht, die eine Instanz verlangen, die über Mathematik hinaus Verantwortung übernimmt.[/P]
Der Absturz von 19.000 auf unter 7.000 Dollar
[P]Der Preis lieferte Skeptikern Munition. Als Bitcoin nahe 19.000 Dollar notierte, lautete die Botschaft klar: Nicht verkaufen, denn er wird sich vervielfachen. Als er unter 7.000 Dollar fiel, hörten die meisten, die zum Durchhalten rieten, auf zu kaufen. Die Erzählung ändert sich mit dem Kurs, und das ist für harte Analytiker das Kennzeichen eines spekulativen Produkts.[/P]
[P]Nicht alle verlieren. Es gibt Beispiele konkreter Trades: 1.000 Euro investiert, Käufe zu etwa 130 Euro pro Einheit und ein finaler Verkauf für 7.000 Euro. Solche Fälle existieren und sind die beste Verteidigung der Optimisten. Oft unerwähnt bleibt die Liquidität: In Märkten unter Druck können Verkaufsorder lange brauchen, bis sie ausgeführt werden.[/P]
Das Risiko, das in keiner Grafik steht
[P]Schon 2011 kursierten Malware-Programme, die Bitcoin-Wallets stehlen und fremde Computer zum Mining missbrauchen konnten, wie Berichte von Ars Technica zeigen. Wer Münzen durch Diebstahl oder Viren verliert, findet keinen Garantiefonds und keine zuständige Behörde: Die Anzeige wird behandelt, als wäre etwas verloren gegangen, das kein Staat anerkennt. Hier ähnelt es weniger einer Investition als dem Tragen von Bargeld im Portemonnaie ohne Bank.[/P]
[P]Wenn der Preis erneut explodiert, wird der Vorwurf des Schneeballsystems wieder verwässert, und die kritische Seite gerät erneut in die Minderheit. Platzt die Blase, tauchen dieselben Argumente wie bei jedem vorherigen Crash auf, mit denselben Zahlen und Gesichtern. Nur wer dabei ist, wenn die Musik stoppt, wechselt. Und das hat bisher noch niemand gelöst – ob mit Zinsversprechen oder ohne.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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