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Biologische Unsterblichkeit: Die Zukunft, die niemand einsam erleben will
Biologische Unsterblichkeit wirft ein Dilemma auf: für immer leben ohne die eigenen Liebsten. Die Debatte darüber, ob es ein Fortschritt oder eine Strafe wäre.
Unsterblichkeit ohne Familie: der Preis des Nicht-Alterns
Stellt euch vor, die Wissenschaft schafft es, das Altern aufzuhalten und umzukehren. Biologische Unsterblichkeit ist kein Mythos mehr, sondern eine reale Möglichkeit. Aber es gibt einen Haken: eure Eltern, eure Geschwister, euer Partner, eure Kinder ... sie schaffen es nicht. Ihr seid noch da, allein, in einer Welt, die ihr nicht mehr erkennt. Das ist das Paradoxon, das in einer Ecke des Internets aufgeworfen wurde und das – weit mehr als eine simple Science-Fiction-Übung – jeden trifft, der schon einmal jemanden verloren hat.
Die Diskussion begann mit einer unbequemen Prämisse: "Biologische Unsterblichkeit erreicht man, indem man das Altern aufhält und umkehrt, aber niemand aus eurer engen Familie schafft es bis dahin, und ihr bleibt allein auf der Welt zurück." Ein Gedanke "äußerst deprimierend und überhaupt nicht fröhlich", so der Verfasser. Und die anschließende Frage – ob eine Armee nackter Damen diese Einsamkeit vergessen machen könnte – diente dazu, die Stimmung mit Humor aufzulockern, verriet aber nicht den Kern der Sache.
Die Einsamkeit des Unsterblichen: eine Strafe, kein Segen
Die überwiegende Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Wenn Unsterblichkeit nicht geteilt wird, wird sie zur Strafe. "Wenn meine Liebsten nicht länger leben würden und ich schon, dann wäre das für mich eher eine Strafe als ein Segen", schrieb jemand, der zudem eine generationale Rechnung aufmachte. Er sprach von seinen Eltern, alt, aber noch gesund, und von der Möglichkeit, dieses hypothetische Datum 2030-2032 tatsächlich zu erleben, an dem die Wissenschaft – jüngeren Spekulationen zufolge – "viel länger leben und sogar verjüngen" ermöglichen könnte. Das Problem ist nicht die Technologie, sondern mit wem man sie teilt.
Ein anderer Teilnehmer ging noch weiter und machte aus der Szene eine fast schon science-fictionhafte Geschichte: Eine hundertjährige Großmutter auf dem Sterbebett bekommt Besuch von einer Pflegekraft, die ihr ein Lebenselixier verabreicht. Die Alte verjüngt sich, gründet eine Punkband namens "die furchtbaren Omas" und veröffentlicht ein Album mit dem Titel *no future in nieto's dream*. Der schwarze Humor veranschaulicht eine Idee: Unsterblichkeit verlängert nicht nur das Leben, sie macht es auch komplizierter.
Die Debatte über Unsterblichkeit: zwischen Erleichterung und Absurdität
Nicht alle sehen darin eine Tragödie. Manche behaupten achselzuckend, allein zu bleiben sei gar nicht so schlimm: "Besser, ruhiger." Das ist die Kehrseite der Medaille: Für manche ist das Fehlen familiärer Bindungen eine Befreiung, kein Urteil. Die Diskussion driftete in weltlichere Gefilde ab, etwa zur Frage, ob Unsterblichkeit nur funktioniert, wenn man ihr den Kopf mit einem Schwert abschlägt, oder zu irdischeren Träumen – wie dem eines Teilnehmers, der gestand, statt vom ewigen Leben von "riesigen schwarzen Gebäuden, unheilvoller Architektur" zu träumen.
Das Gespräch hinterließ auch eine Spur Skepsis: "Die Unsterblichkeit erwischt mich alt oder tot und beerdigt, also ist mir das egal." Es ist die Erkenntnis, dass biologische Unsterblichkeit für die meisten weiterhin ein ferner Horizont, fast eine Fantasie bleibt. Und währenddessen bleibt die eigentliche Frage unbeantwortet: Was hat es für einen Sinn, für immer zu leben, wenn man es nicht mit den Menschen teilen kann, die man liebt?
Die Wissenschaft schreitet voran, aber Einsamkeit heilt keine Pille. Und wenn auch eine Armee nackter Damen nichts repariert, so erinnert sie doch daran, dass Humor das Einzige ist, was uns bei Verstand hält, wenn die Ewigkeit vor der Tür steht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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