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Bill Gates' Uhr: 70 Dollar in den USA, 140 Euro in Spanien
Die von Bill Gates getragene Casio Marlin Duro kostet in den USA 70 Dollar, in Spanien jedoch 140 Euro. Ein Vergleich zwischen günstiger Qualität und Luxusuhren für 400.000 Euro.
Bill Gates' Uhr: 70 Dollar in den USA, 140 Euro in Spanien
Siebzig Dollar. So viel kostet die Casio Marlin Duro MDV 106, das Modell am Handgelenk von Bill Gates, in den Vereinigten Staaten. Die Paradoxie liegt nicht im Preis selbst, sondern darin, was es außerhalb Amerikas kostet, sie zu bekommen: Das gleiche Modell wird auf anderen Märkten für 150 Dollar gehandelt und bei einem Uhrengeschäft in Almería für 140 Euro. Globalisierung, dieses wunderbare Ding.
Der Ausgangspunkt ist eine bewusste Konsumentscheidung: so wenig wie möglich ausgeben für etwas, das die Zeit anzeigt und hält. Das Bemerkenswerte ist, dass das gewählte Objekt nicht billig ist, weil es schlecht ist, sondern weil es von Casio stammt. Und hinter dieser Wahl verbirgt sich eine Industriegeschichte, die kaum jemand kennt.
Brutale Qualität zu vernachlässigbaren Preisen
Das F-91W — in Japan F-84 genannt — ist die meistverkaufte Uhr der Welt und laut langjährigen Nutzern praktisch unzerstörbar, obwohl sie nicht stoßfest ist. Sie kostet weniger als ein Abendessen. Die Marlin Duro mit ihrem kleinen Fisch auf dem Zifferblatt ist die analoge Version desselben Prinzips: Stahlgehäuse, Wasserdichtigkeit bis 200 Meter und ein Silikonarmband, zu dem fast alle nach dem Testen von Alternativen zurückkehren.
Hier liegt die Falle des Sammlers: Da sie nicht teuer sind, gönnt man sich „Leckerbissen“. Manche geben zu, 23 Uhren angesammelt zu haben, aber nur zwei oder drei davon zu tragen. Der Rest dient dazu, sie anzuschauen.
Lohnt sich eine Solaruhr im Zeitalter der Smartwatch?
Die Antwort ist nicht offensichtlich. Funkgesteuerte Solarmodelle synchronisieren sich jede Nacht und halten jahrelang ohne Batteriewechsel; ein Mittelklassemodell, die Casio Lineage LCW-M600D, wurde in Japan gebraucht für 60 Euro gekauft, während sie im Laden fast 300 Euro kostet. Andere haben die Marlin für 140 Euro bezahlt. Auf der anderen Seite stehen die Smartwatches: Ihre Befürworter nennen Bluetooth-Benachrichtigungen, Schlafüberwachung, Pulsfrequenz und eine Taschenlampe, um nicht im dunklen Flur zu stolpern, mit Akkus, die bereits zwischen einer halben Woche und drei Monaten halten.
Der Streit drehte sich eigentlich nicht um Technologie, sondern um Status. Eine 20-Euro-Uhr bei Walmart, sagte einer, „schützt vor bestimmten Räubern“. Ein anderer gestand, 30 Jahre lang ein F-91W getragen zu haben, ohne zu ahnen, dass andere ihn seltsam anschauten. Schade, nicht 30 Jahre zurückgehen zu können, wenn ich wüsste, was ich jetzt weiß, schrieb er.
Der Fisch, der kein Marlin war
Hier kommt die Kuriosität, die einen Teil des Hobbys rechtfertigt. Als Casio seine wasserdichte Linie in den USA einführen wollte, beauftragte es eine Neugestaltung des Logos. Der Designer lieferte… einen Segelfisch, keinen Marlin. Aber „Marlin“ klingt besser als „Sailfish“ und war leichter auszusprechen, also blieb der Fehler bestehen, wiederholt auf Millionen von Zifferblättern. Der Fisch auf der Uhr ist nicht der Fisch des Namens. Und alle waren zufrieden.
Von 60 Euro bis 400.000: Der Luxus, der nicht einmal eingestellt werden kann
Am anderen Ende lancierte Bulgari die Octo Finissimo Ultra COSC, die flachste mechanische Uhr der Welt, für etwa 400.000 Euro. Sie hat ein Problem: Man kann sie weder aufziehen noch einstellen. Das Marketing, hieß es, bringt uns dazu, Geld für Dinge auszugeben, die wir nicht brauchen, aber der Trick besteht darin, dass sie „interessant“ erscheinen.
Mechanische Ewige Kalender mit Monat und Mondphasen kosten über 200.000 Dollar. Und bei einer Auktion von Sotheby's werden Stücke wie Kunst verkauft. Im Vergleich dazu lässt sich eine Auswahl von zehn Uhren unter 100 Euro komplett für knapp über 700 Euro kaufen.
Wie viel dieser Leidenschaft ist echte Begeisterung für Mechanik und wie viel ist das Bedürfnis, dass irgendwo jemand unsere Uhr betrachtet?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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