Bestes Beatles-Lied: Dutzende Antworten, kein Konsens

Yesterday, Helter Skelter oder A Day in the Life? Die Debatte um das beste Beatles-Lied endet ohne Einigung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Yesterday, Helter Skelter und die endlose Debatte

Es gibt eine Frage ohne Antwort, die dennoch hitzige Diskussionen am Esstisch auslöst: Was ist das beste Lied der Beatles? Der Vorschlag zum Start ist Yesterday, beschrieben als „unschuldig schön und ein Ohrenschmaus“, neben Strawberry Fields Forever. Von dort aus reichen Dutzende Antworten von Enthusiasmus bis zu absoluter Verachtung, wobei niemand seine Wahl wiederholt. Kein einziges Mal.

Das Spektrum ist so breit, dass es fast komisch wirkt. Genannt werden A Day in the Life, Eleanor Rigby, Here Comes the Sun, Something, Across the Universe, I Am the Walrus, Julia, Helter Skelter, Come Together, Let It Be, Hey , While My Guitar Gently Weeps, All You Need Is Love, Yellow Submarine, Help, I Saw Her Standing There, Misery, Get Back, das gesamte Weiße Album und sogar Satisfaction, das nicht von ihnen stammt. Der einzige echte Konsens ist, dass die richtige Antwort nicht existiert.

Überschätzt: Die unnachgiebige Fraktion

Einige weigern sich, ein Lied zu wählen, weil sie die ganze Band für ein aufgeblasenes Artefakt halten. „Keines. Massiv überschätzt“, fasst eine wiederkehrende Haltung zusammen. Andere elaborieren: Die Beatles und Queen wären die beiden am meisten überschätzten Gruppen der Geschichte, getragen von BBC-Spielzeit und britischer Propaganda. Vergleiche mit Reggaeton tauchen ohne Scheu auf.

Das Argument hat eine innere Logik: Wenn heute niemand mehr zuhört, warum laufen sie dann noch? Die Gegenargumentation besagt, dass sehr wohl zugehört wird, bewiesen durch die Menge an Liedern, die jeder erkennt, ohne je ein Album gekauft zu haben. Eine kurze Liste —Something, Yesterday, Hey , Let It Be, Come Together, Help, Here Comes the Sun— dient als unfreiwilliger Beweis.

Der Vorwurf der Überschätzung erstreckt sich auch auf andere Namen. Nirvana erscheint als Beispiel, erinnert daran, dass Popularität keine Qualität beweist: Häufiges Hören macht etwas nicht gut. Reggaeton kehrt als wiederkehrendes Beispiel zurück.

Das Einfluss-Argument: Was danach kam

Gegen die Verachtung ist die stärkste Verteidigung historisch, nicht melodisch. Die Beatles wären die einflussreichste Band der Popmusikgeschichte; jeder Metal-Fan hat sie gehört und wurde beeinflusst, oft unbewusst. Die Kombination aus Land, Ära, Industrieunterstützung und Produkt war selten, was sowohl das Phänomen als auch den Gegenwind erklärt.

Helter Skelter wird als Vorläufer von Heavy Metal und Punk genannt, was die Band in Territorium stellt, das Kritiker ihr selten zugestehen. Vielseitigkeit ist schwer zu übertreffen: Sie haben starke Titel in unterschiedlichen Stilen, und fast alle Lieder halten einem aufmerksamen Zuhören stand.

Die Antwort an jene, die Gründe statt Labels fordern, ist schroff: Zu behaupten, etwas sei überschätzt, ohne eine konkrete Alternative vorzuschlagen, ist leere Meinung. Früher erforderte dies das Weitergeben einer Kassette; heute reicht ein Link, doch kaum jemand tut sich die Mühe.

George Harrison, der übersehene Kandidat

Eine Strömung besteht darauf, dass das beste Material der Gruppe nicht von Lennon-McCartney stammte. George Harrison schrieb Tracks, die als unbekannte Juwelen gelten, und sein Solo-Werk steht eigenständig da. Here Comes the Sun wird als Stimmungsmacher zitiert, der allein durch die ersten Akustikgitarren-Akkorde etwas Seltsames, Positives und Nostalgisches zugleich evoziert.

Die daraus gezogene Schlussfolgerung ist, dass bei so vielen guten Liedern die Diskussion um das beste absurd wird. Ehrlicher wäre es, vom persönlichen Favoriten zu sprechen, der für jeden anders ist.

Yoko Ono und die ungebetene Abschweifung

Die Debatte driftet zeitweise zu Yoko Ono, mit Kommentaren zu ihrem Aussehen und warum Lennon sie wählte. Erwähnt wird, dass sie Großnichte des japanischen Diplomaten Toshikazu Kase war und keine Unbekannte. Die vernünftige Replik lautet, dass sie über ein Jahrzehnt hinweg Begleiterin, Unterstützung und Inspiration eines Rock-Giganten war; unsere Unfähigkeit, zu sehen, was er sah, sagt mehr über uns als über sie.

Die nüchterne Erklärung betrifft das Timing: Hätten sie sich fünf Jahre früher getroffen, wäre vielleicht nichts passiert.

Die Frage ohne Antwort

Letztlich hängt das beste Beatles-Lied davon ab, wer es hört und wann. Einige verteidigen Yesterday wegen seiner unschuldigen Schönheit; andere bevorzugen A Day in the Life wegen seines Anspruchs; manche wählen Helter Skelter wegen seiner Rohheit; andere Satisfaction, das nicht einmal von ihnen ist. Wie ihr Katalog hat die Diskussion keinen Boden.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (125 Antworten).

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