Steigende Preise, stagnierende Löhne: Spaniens Wunder am Immobilienmarkt
Die Wohnungspreise in Spanien brechen seit Monaten Rekorde. Im vergangenen Jahr stiegen sie um 12,7 % nominal und um 10 % real nach Abzug der Inflation. Währenddessen sind die Reallöhne in drei Jahrzehnten kaum um 2,7 % gewachsen. Die Schere ist so obszön, dass man kaum glauben kann, sie sei Zufall.
Der Staat als großer Rentner
Der Staat erhebt Steuern in jeder Phase: Grundstückskauf, Bau, Übertragung, Wertsteigerung. Ein viel diskutiertes Video schlüsselt auf, wie die Besteuerung den Endpreis in die Höhe treibt und die Verwaltung zum größten Profiteur der Krise macht. Je stärker die Preise steigen, desto mehr nimmt der Staat ein. Der perfekte Kreislauf.
Eine Million junge Menschen in beengten Verhältnissen
Die Daten zeigen, dass mehr als eine Million junge Menschen in überbelegten Wohnungen leben. Es ist kein Problem absoluter Knappheit: Es gibt leerstehende Wohnungen, doch der Markt hortet sie als Finanzanlage. Das Zimmervermieten ist zur Normalität geworden, Migranten zahlen bis zu 1.200 Euro, um sich ein Zimmer mit drei Fremden zu teilen. Spekulation kennt keine Grenzen.
Hinter dem Vorhang: organisierte Politik
Manche behaupten, die Knappheit sei kein Zufall, sondern eine bewusste Politik, um die Preise hochzuhalten. Das Argument: Politiker, finanziert von der Immobilienlobby, haben keinen Anreiz, öffentlichen Wohnungsbau zu fördern oder Bauland freizugeben. Währenddessen wird die Nachfrage durch Zuzug künstlich aufgebläht. Das Ergebnis ist ein explosiver Cocktail aus Prekarität und Abhängigkeit.
Das unbequeme Fazit: Solange die Preise weiter steigen und die Löhne stagnieren, sind Überbelegung und Wohnraumausgrenzung kein Marktversagen, sondern das Ziel.
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