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Balas wird UCO-Oberst und darf Sánchez-Umfeld weiter untersuchen
Antonio Balas wurde zum Oberst der Guardia Civil befördert, bleibt aber per Sonderauftrag bei der UCO und ermittelt weiter in Fällen, die für die Regierung und die PSOE heikel sind.
Antonio Balas wurde zum Oberst der Guardia Civil befördert, bleibt aber im Rahmen eines Sonderauftrags bei der Zentralen Operativen Einheit (UCO), sodass er weiterhin die wichtigsten Ermittlungen für die Regierung und die PSOE (die regierende sozialistische Partei Spaniens) leiten kann.
Verteidigungsministerin **Margarita Robles** hat grünes Licht für die Beförderung von **Antonio Balas** zum Oberst der Guardia Civil gegeben. Bemerkenswert ist dabei, dass dies keinen Postenwechsel bedeutet: Ihm wurde ein Sonderauftrag gewährt, der es ihm erlaubt, weiterhin die Abteilung für Wirtschaftsermittlungen und Korruptionsbekämpfung (DIECAN) der **UCO** zu leiten. Diese Entscheidung geht auf eine Bitte des Richters der Audiencia Nacional, **Ismael Moreno**, und der Antikorruptionsstaatsanwaltschaft zurück, die seine Verbleib für den Fortgang heikler Ermittlungen für entscheidend halten.
## Beförderung mit erzwungener Kontinuität
Die Beförderung von **Antonio Balas** zum Oberst hätte eigentlich einen Postenwechsel bedeutet. Die vom Verteidigungsministerium veröffentlichte Anordnung legt jedoch fest, dass er im Rahmen eines "unentgeltlichen Sonderauftrags" bei der **UCO** bleibt. Das bedeutet, dass sein Verbleib in der Einheit andauert, bis die Umstände, die dazu geführt haben, entfallen, die Stelle besetzt ist oder die festgelegte Höchstdauer erreicht ist. Die Entscheidung von **Robles** entspricht direkt dem von der Justiz geäußerten Bedürfnis, das in **Balas** einen Schlüsselermittler sieht.
Die Kontinuität von **Balas** gewinnt besondere Bedeutung, wenn man die Ermittlungen betrachtet, die durch seine Hände gegangen sind. Er leitete Untersuchungen, die sich direkt auf das Umfeld des Ministerpräsidenten **Pedro Sánchez** beziehen, darunter Ermittlungen gegen seinen Bruder **David Sánchez** und seine Ehefrau **Begoña Gómez**. Hinzu kommt seine Beteiligung am sogenannten 'Fall Koldo' sowie an den Verfahren im Zusammenhang mit dem ehemaligen Organisationssekretär der PSOE, **Santos Cerdán**.
## Der Schatten des 'Falls Leire'
Der Name **Antonio Balas** erhielt additionalen Auftrieb durch den sogenannten 'Fall Leire'. Die Ermittlungen der **UCO** gegen die frühere sozialistische Aktivistin **Leire Díez** offenbarten Versuche, belastende Informationen über **Balas** zu beschaffen. Polizeiberichte deuteten darauf hin, dass das Ziel dieser Manöver darin bestand, gegen Ermittler und Gerichtsverfahren vorzugehen, die bestimmten, mit der PSOE und der Regierung verbundenen Interessen unbequem waren. Laut den Schlussfolgerungen der Ermittler zielte die Operation darauf ab, "die Interessen zu schützen, die direkt oder indirekt die Regierung oder ihren Präsidenten betreffen". Dieser Vorgang rückte **Balas** ins Zentrum einer Offensive, die mit dem Zeitpunkt zusammenfiel, als die **UCO** einige der Ermittlungen leitete, die in sozialistischen Kreisen die größte Unruhe ausgelöst hatten.
**Balas** sagte sogar als Zeuge im Prozess gegen **David Sánchez** aus und erklärte, dass die Schaffung der Stelle, die der Bruder des Ministerpräsidenten bei der Fruta de Badajoz innehatte, nach seinen Ermittlungen von "einer höheren Ebene mit politischer Befugnis" ausging. Die Ermittlungen gegen **Leire Díez** vertieften sich auch in ihre Beziehungen zu verschiedenen Personen, die mit Gerichtsverfahren und Mitgliedern der Verwaltung in Verbindung stehen.
## Laufende und heikle Ermittlungen
Parallel zu diesen Untersuchungen blieb **Balas** mit den Verfahren gegen **Santos Cerdán** befasst, deren rechtliche Lage mit den Ermittlungen zum mutmaßlichen Netzwerk bei der Vergabe öffentlicher Bauaufträge und mit dem 'Fall Koldo' verknüpft ist. Die von ihm geleitete Abteilung analysierte zudem mögliche Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit öffentlichen Aufträgen und den Finanzen der PSOE.
Der Verbleib des Ermittlers fällt in einen besonders heiklen Moment für die **UCO**. Die Einheit führt offene Ermittlungen, die sozialistische Funktionäre und Personen aus dem Umfeld des Ministerpräsidenten betreffen, während der 'Fall Leire' die Manöver ans Licht brachte, die unternommen wurden, um Informationen über einige ihrer Ermittler zu erhalten. Die Entscheidung des Verteidigungsministeriums verhindert, dass die Beförderung von **Balas** seine Arbeit an diesen Ermittlungen nun unterbricht, und ermöglicht ihm, die Struktur der **UCO** trotz seines neuen Rangs vorübergehend weiterzuführen.
"So lange wie nötig" war die entscheidende Formulierung, mit der Richter **Moreno** dem Chef der **UCO** den Verbleib von **Balas** zusicherte. Die Antikorruptionsstaatsanwaltschaft argumentierte, dass seine Erfahrung und direkte Beteiligung an der Ermittlung es ratsam machten, dass er "so lange wie nötig" bleibe, damit die Verfahren vorankämen. Mit der Unterschrift von **Robles** ist diesem justiziellen Anliegen entsprochen, und **Balas** kann von der **UCO** aus weiterhin die Ermittlungen leiten, die die PSOE, das familiäre Umfeld von **Pedro Sánchez** und einige der Protagonisten der Korruptionsfälle betreffen, die diese Legislaturperiode geprägt haben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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