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Ayuso wirft Sánchez vor, Ceuta als Ablenkungsmanöver zu nutzen
Lateinamerikanische Wähler stellen 8 % der Wählerschaft in Madrid und damit 10-11 Sitze: Ayusos Ceuta-Vorwurf handelt von Migration, aber auch von Wahlkalkül.
Ayuso: Die 'Invasion' von Ceuta überdeckt Sánchez' Prozesse
Niemand in der spanischen Politik nimmt noch Rücksicht. Isabel Díaz Ayuso hat Pedro Sánchez beschuldigt, eine „Invasion" Spaniens über Ceuta zuzulassen, um seine „Prozesse" zu vertuschen. Die Erklärung, über ihren X-Account verbreitet und von El Plural aufgegriffen, liefert keine Beweise, entfacht aber eine Kontroverse, die weit über die Grenze hinausreicht.
Der wahre Hintergrund ist der Wahlkampf. Laut einer demografischen Analyse sind 8 % der Wähler bei den Regionalwahlen in Madrid eingebürgerte Lateinamerikaner. In der 135 Sitze zählenden Versammlung entspricht dieser Anteil einem Block von 10-11 Sitzen, mehr als die dritt- oder viertstärkste Kraft üblicherweise erhält. Mit diesen Zahlen gibt es Stimmen, die sagen, die Madrider PP müsse um diese Wählerschaft werben, und die Migrationspolitik wird zum Wahlinstrument. Andere wiederum sehen in Ayusos Vorwurf den Versuch, von ihren eigenen Problemen abzulenken, darunter die Kontroverse um ein Penthouse mit Verbindung zur CAM.
Das Wort „Invasion", angewandt auf die Einreise von Menschen über Ceuta, hält einem ernsthaften Vergleich mit den Migrationsdaten nicht stand, doch der Lärm erfüllt bereits seinen Zweck. Während die PSOE mit Gegenanschuldigungen reagiert, nutzt Vox die Unzufriedenheit. Der Schlagabtausch bleibt ein weiterer Episoden des politischen Kampfes – es sei denn, die lateinamerikanische Wählerschaft wächst weiter. Wenn der Trend anhält, wird der Streit beim nächsten Mal anders heißen, aber die Wahlrechnung ist längst aufgegangen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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