Ayuso feiert Vielfalt, doch Wohnungsnot sorgt für Kritik

Die Präsidentin von Madrid preist die ethnische Durchmischung, während Forennutzer auf 500.000 obdachlose Spanier hinweisen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ayuso, Mestizaje und die 500.000 Obdachlosen in Madrid

Laut einem Forumsnutzer haben 500.000 gebürtige Spanier in Madrid keinen Wohnraum. Das ist die andere Seite des "Mestizaje" (ethnische Durchmischung), das die Regionalpräsidentin als ihr größtes Werk prahlt. Der Thread, der über 23 Tage 129 Antworten gesammelt hat, seziert Ayusos Widersprüche und stellt die unbequeme Frage: Für wen ist diese Vielfalt eigentlich ein Erfolg?

Die schmerzhafte Zahl: 500.000 Spanier ohne Wohnung
Der Nutzer Remeros liefert die Daten, die im gesamten Diskurs widerhallen: In der Autonomen Gemeinschaft Madrid können eine halbe Million gebürtige Spanier nicht auf den Wohnungsmarkt zugreifen. Er schreibt es in Großbuchstaben, zwischen Beschimpfungen gegen "Wucherer" und "Verräter". Es sind keine offiziellen Daten, aber das Forum greift sie als Beweis dafür auf, dass die Rede über Vielfalt mit der Realität der verdrängten Einheimischen kollidiert. Andere Nutzer wie Poseidón fragen direkt: "Wie viel Prozent der Madrider Bevölkerung werden noch reinblütige Spanier sein? 40 %? Weniger?" Die Antwort bleibt aus, aber der Verdacht, dass die Stimmen dieser Spanier nicht mehr die Mehrheit bilden, schwebt über dem Thread.

Ayuso zwischen Hispanismus und leichtem Globalismus
Die Regionalpräsidentin ist das ständige Ziel. Ein Sektor beschuldigt sie, eine "funktionale Analphabetin" zu sein, die ihre Rhetorik je nach Windrichtung ändert: Gestern verteidigte sie die Vertreibung der Nnnn, heute trägt sie eine Kippa. Andere, wie Antiglobalismo, sehen sie als "leichten Globalismus": Sie sei nicht rechts, sie manage nur den Niedergang. Dennoch verteidigen einige sie als das kleinere Übel: "Sie ist eine Schlampe, aber sie ist unsere Schlampe", schreiben sie und rechtfertigen die Wahl von Ayuso, um zu verhindern, dass die Linke "mehr Steuern erhebt". Das Dilemma ist serviert: Wählt man jemanden, der die Vielfalt fördert, oder lässt man jemanden Platz, der sie noch stärker beschleunigt?

Bilder sagen mehr als tausend Worte
Der Thread besteht nicht nur aus Worten. Remeros und andere Nutzer teilen Fotos von Madrid mit Presseüberschriften, die eine verwandelte Stadt zeigen: Straßen voller Schilder in anderen Sprachen, vielfältige Gesichter. "In vier Jahren wirst du dich wundern", urteilt Remeros. Die Bilder sind der visuelle Treibstoff für eine Debatte, die nicht mehr abstrakt ist: Die Vielfalt ist an jeder Ecke sichtbar. Kritischere Forumsmitglieder sprechen von einer "Invasion" und einem "karibischen Projekt dieser Hure".

Der Thread schließt die Debatte nicht ab. Die Frage, die in der Luft liegt, ist, ob der rechtsgerichtete Wähler diese Erzählung von der Vielfalt weiterhin als Meisterwerk schlucken wird, oder ob der Punkt kommen wird, an dem die Zahl der 500.000 Obdachlosen schwerer wiegt als die Angst vor der Linken. Vorläufig mischen sich auf Burbuja.info Ironie und Wut, ohne die Gleichung zu lösen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (132 Antworten).

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