Ayahuasca, Peyote und Kambó im Amazonas erleben

Ein Expeditionsleiter berichtet von seinen Erfahrungen mit Ayahuasca, Peyote, San Pedro und Krötensekret bei indigenen Ritualen im Amazonas.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Erleben von Ayahuasca, Peyote und Kambó mitten im Amazonas

Ein Mann, der zehn Jahre lang Dokumentationen für das Fernsehen im Amazonasgebiet, am Río Progenitora de Dios, am Titicacasee und in halb Mittelamerika drehte, erzählt, wie es sich anfühlt, wenn man bei einem indigenen Stamm wohnt und zur Teilnahme an ihren Ritualen eingeladen wird. Er erzählt es ohne Schönfärberei: dreimal Ayahuasca, Peyote, San-Pedro-Kaktus und das Sekret der Kröte. Seine These ist unbequem für den Wochenend-Städter: Nein zu sagen, wenn dir mitten im Dschungel etwas angeboten wird, ist ein Fehler, den man ein Leben lang bereut.

Der Bericht beginnt mit einer nicht unerheblichen Unterscheidung. Es ist nicht dasselbe, Ayahuasca in einem Landhaus in Cuenca inmitten von Menschen mit Identitätskrisen einzunehmen als in einer Hütte ohne elektrisches Licht, mit Trommeln im Hintergrund und einem Schamanen, der sein ganzes Leben lang mit derselben Pflanze arbeitet. Dort, sagt er, gibt es kein Spotify oder MP3, aber die Bongos in repetitiven Rhythmen werden, wenn das Toxin bereits eingedrungen ist, gesehen, bevor sie gehört werden. Eine Art Synästhesie, die er als „die Rhythmen sehen“ beschreibt.

Wie fühlt sich Ayahuasca und Peyote an?

Die häufigste Frage in jeder Unterhaltung über Entheogene betrifft die Wahrnehmungsveränderung. Die Antwort dieses Expeditionsmannes lautet, dass die Welt, die wir sehen, nur ein kleiner Teil der Realität ist, in der wir existieren, und dass der Geist, gut stimuliert, auf andere Ebenen zugreift. Er fügt ein Argument hinzu, das in der schamanischen Welt oft verwendet wird: Der Begleiter der Reise weiß am Ende genau, was du erlebt hast. Für ihn lässt sich das nicht allein durch Wissenschaft erklären.

Bezüglich des Katers differenziert er. Die Nachwirkungen sind nicht vergleichbar mit denen anderer Substanzen, und das körperliche Tief ist nicht der Hauptakteur. Was bleibt, ist etwas anderes: eine Überarbeitung der eigenen Lebensgeschichte, die nach seiner Erfahrung danach nicht mehr zerfällt.

Diät, Zeremonie und warum man es nicht einfach so nehmen kann

In seinem Fall gab es keine vorherige Diät. Aber wenig essen: Mitten im Amazonas wird nur eine Mahlzeit pro Tag gegessen, und der Hunger nagt. Zum Ritual ist er kategorisch: Ayahuasca wird als Teil einer Zeremonie eingenommen, und den Wirkstoff zu isolieren, um ihn getrennt zu konsumieren, erscheint ihm ein Sakrileg, das das Heilige der Pflanze bricht.

Die Warnung erstreckt sich auf jene, die bezahlte Zeremonien in Spanien organisieren. Manche behaupten, dass bestimmte Schulen des Schamanismus die Verletzlichkeit des Berauschten ausnutzen, um einen psychologisch zu manipulieren, und der wiederholte Rat ist klar: Wenn die Person, die das Ritual leitet, dir schon vor dem Beginn Misstrauen einflößt, lehne ab. Hierba hingegen ordnet er in eine andere Liga ein: rekreativ, nützlich für Kreativität, aber ohne offenbarende Berufung.

Die Kröte, Kambó und der Fehler, sie zu verwechseln

Hier kreuzt sich der Bericht mit einer technischen Korrektur, die man behalten sollte. Was landläufig als „Kröteninjektion“ bekannt ist, ist kein Schnupftabak —Schnupftabak ist gemahlener Tabak mit anderen Zutaten, der durch die Nase inhaliert wird— und auch kein Kambó. Kambó stammt nicht von irgendeiner Kröte: Es stammt vom Frosch Phyllomedusa bicolor und wird auf kleine Verbrennungen auf der Haut aufgetragen, nicht auf Wunden. Es ist ein Reinigungsmittel, keine visionäre Droge.

Die Kröte ist eine andere: die Bufo alvarius, deren Hautsekret getrocknete Schuppen geraucht werden, mit einem mystischen Ergebnis großer Intensität. Die Verwechslung zwischen beiden ist üblich und sollte nicht vermischt werden, besonders wenn es um Dosierungen geht.

DMT, Entitäten und die Debatte über Entführungen

DMT konzentriert Sensationslust und Angst. Es erscheinen Narren oder Jesters, Mantiden, mechanische Elfen, der Hyperraum und die Dissoziation des Egos. Die wiederholte Empfehlung: Es ist keine Reise für jeden und erfordert mentale Vorbereitung. Manche würden es ohne das richtige Umfeld überhaupt nicht versuchen.

Das Gespräch driftet in ein spekulativeres Terrain: Ob Menschen, die behaupten, entführt worden zu sein, ein unterschiedliches chemisches Gleichgewicht haben, mit einer größeren Präsenz natürlicher halluzinogener Substanzen. Die gehandelte Hypothese besagt, dass die erlebte Erfahrung für das Subjekt real ist, auch wenn die Ursache missverstanden wird. Nichts davon wird durch Beweise gestützt und sollte als das behandelt werden, was es ist: eine Hypothese.

Das Kleingedruckte: Pilze, Sigille und Risiken

Der letzte Abschnitt des Austauschs widmet sich Pilzen und Microdosing, mit eigenen Erfahrungen und einigen esoterischen Praktiken zwischendurch. Und eine Warnung, die nicht im Lärm untergehen sollte: Stechapfel und Datura sind sehr gefährlich, mit einem extrem engen Unterschied zwischen wirksamer und tödlicher Dosis, und dürfen nicht eingenommen werden.

Mit all dem ist die vorsichtige Vorhersage einfach: Das Interesse an Psychedelika wird weiter wachsen, angeheizt durch klinische Studien, aber die Distanz zwischen einer Zeremonie im Amazonas und einem Wochenend-Workshop im Gebirge wird sich nicht von selbst schließen. Und dort liegt wahrscheinlich das Gespräch, das noch nicht stattgefunden hat.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (153 Antworten).

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