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Asexualität oder Demisexualität: Orientierung oder Symptom
Ein anonymer Bericht über fehlendes sexuelles Verlangen löst eine Debatte aus zwischen denen, die Asexualität als Orientierung sehen, und denen, die hormonelle Ursachen vermuten.
Asensa und Demisensdemi: Orientierung oder Symptom
Ein anonymer Bericht beschreibt, was viele erleben, ohne es zu benennen: eine ganze Jugend ohne sens Erwachen, vergebliche Versuche, etwas zu empfinden, und das Fazit des Verfassers, Sens sei «etwas Absurdes». Die Diskussion, die er auslöste, zeigt die beiden Lager deutlich: Asensa als legitime Orientierung oder als Symptom von etwas anderem.
Im Thread wird vertreten, dass es sich um ein Spektrum handelt, nicht um einen Schalter, der mit dem Alter an- oder ausgeht.
Was ist Asensa und worin unterscheidet sie sich von Demisensdemi?
Ein Teilnehmer definiert Asensa als das Fehlen sens Anziehung zu anderen Menschen; sie bedeutet weder Ablehnung von Zuneigung noch Unfähigkeit, sich zu verlieben. Die Demisensdemi, so derselbe Teilnehmer, beschreibt Menschen, die erst dann Verlangen empfinden, wenn zuvor eine starke emotionale Bindung entstanden ist. Der Bericht, der das Thema eröffnet, würde in die zweite Kategorie passen: Der Verfasser erzählt, seine erste Erektion habe er mit 15 Jahren gehabt, als er die Frau kennenlernte, die seine Partnerin wurde – nach Jahren, in denen weder Jungen noch Mädchen in seinem Umfeld etwas in ihm auslösten.
Am anderen Ende steht ein weiterer Beitrag: Jemand, der sich als asensa bezeichnet und generell kein Verlangen empfindet, räumt jedoch ein, Episoden intensiven Verlangens zu erleben, wenn eine emotionale Verbindung entsteht. Nach Ansicht eines anderen Teilnehmers wäre das die Lehrbuchdefinition von Demisensdemi – und zeigt, wie rutschig diese Etiketten sind.
Ist Asensa eine Orientierung oder eine hormonelle Störung?
Hier bricht jeder Konsens zusammen. Manche im Thread behaupten, sie existiere nicht als normale Orientierung, und dahinter stünden hormonelle oder psychische Fehlregulationen. Andere entgegnen, ebenfalls im Thread, dass man durch die Verengung dessen, was als «normal» gilt, einen großen Teil der Bevölkerung ausschließen würde. Die Frage nach dem Testosteronspiegel dient als diagnostische Abkürzung; im Fall, der das Thema eröffnet, lautet die Antwort, dass er nie gemessen wurde.
Dazu kommt ein Verdacht, den ein Teilnehmer äußert: dass hinter dem fehlenden Verlangen in Wirklichkeit eine Orientierung steckt, die der Betreffende selbst nicht anerkennt. Belege dafür liefert niemand.
Verlangen, das nur bei einer Bindung auftaucht
Der unbequemste Teil des Berichts ist nicht das fehlende Verlangen, sondern seine Hartnäckigkeit. Der Verfasser, knapp 40 Jahre alt, kennt seine Partnerin seit 20 Jahren und beschreibt Sens weiterhin als eine Pflicht, die er «aus Pflichtgefühl» erfüllt. Er mag ihren Charakter –«sie bringt mich zum Lachen»– und räumt ein, dass sie körperlich sehr attraktiv ist. Das Verlangen fehlt einfach.
Wie er zu diesem Schluss kam, mit der vollständigen Abfolge von Versuchen und Altersangaben, wird im Originalmaterial deutlich schonungsloser erzählt.
Vor diesem Hintergrund ist das Etikett kaum wichtig. Beunruhigend ist nicht das Fehlen von Verlangen, sondern eine zwanzigjährige Beziehung, die ohne es bestanden hat.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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