Angst, die bleibt: Martyrs, La Cueva und echte Furcht

Diskussion über Horrorfilme wie Martyrs und La Cueva (2005), die bleibende Eindrücke hinterlassen, im Kontrast zwischen kindlicher Angst und erwachsener Beklemmung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Angst, die bleibt: Von Martyrs zu La Cueva (2005)

Es gibt eine Szene, die niemand laut zugibt: den Fernseher mitten im Film ausschalten, ihn für später aufheben und nie wieder einschalten. Jemand tat dies mit Martyrs, dem französischen Original, und gab zu, dass er abbrechen musste und den Film nie wieder gesehen hat. Nicht wegen der Schockeffekte, sondern wegen des unangenehmen Gefühls, das sich wie ein Fleck festsetzt.

Die Ausgangsfrage war einfach – welche Pavor machen wirklich Angst – und die Antwort spaltete sich in zwei kaum überschneidende Lager. Das eine behauptet, Angst sei ein physischer Mechanismus aus der Kindheit, der mit dem Alter verblasst. Das andere argumentiert, das Genre gehe nicht um Schreckmomente, sondern um Unbehagen, das altersunabhängig wirke.

Klaustrophobie als Waffe: La Cueva (2005)

La Cueva (2005) ist das prominenteste Beispiel für den ersten Mechanismus. Als Erwachsener gesehen ist es Unterhaltung; mit fünfzehn Jahren etwas anderes. Das Argument lautet, dass die Angst nicht vom Monster erzeugt wird, sondern von der Unmöglichkeit zu entkommen: Dunkelheit, geschlossener Raum, kein Empfang. In diesem Alter hat der Kopf noch nicht gelernt, Dunkelheit als handhabbaren Feind zu rationalisieren, und der Körper verlangt nach Flucht, bevor die Vernunft greift.

Das gleiche Muster zeigt sich bei Wer kann ein Kind töten?. Hier ist der Auslöser die Subversion der Unschuld: Kindern wird beigebracht, dass sie beschützt werden müssen, doch plötzlich sind sie die Jäger. Das mentale Skript bricht zusammen. Es ist kein Schock, sondern eine Demontage.

Martyrs, Funny Games, Eden Lake: Unvergessliches Unbehagen

Im Gegensatz zu Kindheitsängsten setzen sich einige Titel durch ein anderes Mittel durch: sie hinterlassen ein schlechtes Gefühl. Martyrs führt die Liste an, begleitet von der Schlussszene von Audition. Funny Games und Eden Lake vervollständigen das Trio der Filme, an die man sich mit aktiver Ablehnung erinnert. Die Unterscheidung ist wichtig: Sie sprechen nicht von Angst, sondern von anhaltendem Unbehagen.

Zu dieser Familie gehören auch The Grudge und Insidious, die aufgrund der Nutzung von Kindern genannt werden, sowie The Entity. Auch Inferno von Dario Argento, das eher ein seltsames Gefühl als einen Schreckmoment hinterlässt. Und asiatische Pavor, die oft punktuelle, sehr gelungene Szenen haben: The Ring, Dark Water, Shutter.

Skepsis: Wenn Pavor nicht funktioniert

Die Gegenströmung ist ebenso klar. Manche vertreten die Ansicht, dass das Wissen um die Fiktion den Angstmekanismus deaktiviert und viele dieser Filme zwar genossen, aber nicht gefürchtet werden. [REC] wäre aus dieser Sicht ein gut gemachtes Spukhaus- oder Escape-Room-Erlebnis. Shining langweilt. Der plötzliche Schock wird direkt mit einer Geisterbahn verglichen.

Das meistzitierte Gegenbeispiel stammt nicht aus dem Kino. Eine Familie mietete im Sommer eine Wohnung, in der der alkoholisierte Nachbar oben eine Nacht voller Schläge, Schreie und Weinen verursachte, die damit endete, dass der Hausmeister um zwei Uhr nachts die Guardia Civil (spanische Polizei) rief. Jahrzehnte später sträubt die Erinnerung noch immer die Haare. Kein Film hat das übertroffen.

Geerbter Terror: The Conjuring und das echte Museum

Das Universum von The Conjuring und seine Ableger (Annabelle, Insidious) erscheinen als der effektivste aktuelle Pavor, wobei Musik als Hauptwaffe für Schreckmomente dient. Jemand besuchte das echte Warren-Museum und beschreibt es als einfach beunruhigend.

Die restliche Karte des aktuellen Pavor umfasst Hereditary, Train to Busan, Verónica, Get Out, Late Night und die Terrifier-Saga. Im spanischen Kontext die [REC]-Trilogie, Tesis, Das Waisenhaus, Hinter dem Glas und The Others.

Letztlich ist die verwirrende Tatsache keine cinephile: Der einzige Film, dessen Wiedergabe gestoppt und nie wieder gestartet wurde, wurde von keiner fiktiven Szene übertroffen. Er wurde von einer Sommererinnerung übertroffen, als die Guardia Civil die Treppe hinaufstieg.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (47 Antworten).

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