Alfredo Landa als Vito Corleone: Warum der spanische Star nicht passte

Forendiskussionen legen nahe, dass Landas Statur und seine Festlegung auf Komödien ihn als glaubwürdigen Don Corleone disqualifizierten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Alfredo Landa als Vito Corleone: Warum der spanische Star nicht passte
Alfredo Landa wäre kein glaubwürdiger Vito Corleone gewesen

Alfredo Landa, mit seinem gedrungenen Körperbau und einem Gesicht zwischen gutmütig und abwesend, war das Gesicht der spanischen Post-Franco-Komödien ('Destape') und Strandfilme. Hätte er die Rolle des Vito oder Michael Corleone in der Der-Pate-Saga tragen können? Diese Frage, aufgeworfen in einem Filmforum, hat über 542 Tage hinweg 135 Antworten generiert und zu einer unbequemen Schlussfolgerung geführt: Wahrscheinlich nein. Nicht aus Mangel an Talent, sondern wegen einer Physis, die ihn laut dem ursprünglichen Ansatz eher zum "Schlüsselanhänger in der Tasche eines Zwei-Meter-Mannes" gemacht hätte als zum Anführer einer kriminellen Organisation.

Physis als Casting-Grenze

Das zentrale Argument betrifft nicht die Schauspielqualität, sondern die Präsenz. Vito Corleone verlangt eine Haltung, die sich vor dem ersten Wort durchsetzt, und der Mehrheitskonsens besagt, dass Landa, kleinwüchsig und freundlich im Ausdruck, diese fehlte. "Man kann sich diesen kleinen, netten Mann nicht vorstellen, wie er eine Verbrecherorganisation führt", fasst die Eröffnungsnachricht zusammen. Einige spotteten, er "würde sie töten, aber nur vor Lachen".

Der Vergleich mit Marlon Brando ist unvermeidlich. Der amerikanische Schauspieler baute den Patriarchen mit einer Mischung aus Ernsthaftigkeit und stiller Bedrohung auf, die Landas körperliche Erscheinung nicht unterstützte. Verteidiger des spanischen Akteurs weisen darauf hin, dass er in El Sustancia ilegal bewiesen habe, ein dramatisches Register mit "größter Eleganz und Können" tragen zu können, obwohl ein anderer Teilnehmer anmerkt, sein Spiel dort sei "wie eine Statue" gewesen, mit minimaler Gestik.

Von der Komödie zum Drama: Die Last des Typcasts

Landas Karriere war vom 'Landismo' geprägt, einem Subgenre der volkstümlichen und erotischen Komödie, das ihm Ruhm brachte, ihn aber auch festlegte. Die ursprüngliche Nachricht erkennt "ehrenhafte, aber minderheitliche dramatische Darstellungen" an, betont jedoch, dass der Großteil seiner Filmografie komisch und repetitiv war. Dieses Gepäck lastet schwer, wenn man ihn in einer Mafia-Machtrolle imaginiert.

Mehrere Teilnehmer lehnen jedoch die Idee ab, dass Typcasting ein Todesurteil sei. Sie zitieren El bosque animado und vor allem Los santos inocentes, wo Landa einen ländlichen, düsteren Charakter verkörpert, der von vielen als eine der besten Leistungen im spanischen Kino angesehen wird. "Er war trotz seiner Physis zu jeder Rolle fähig, ein gewaltiger und großer Schauspieler", argumentiert eine Nachricht. Die Diskussion verlagert sich dann auf eine breitere Frage: Inwieweit bestimmt die Physis die Decke eines Schauspielers?

Das Problem ist nicht Landa, es ist die Figur

Im Verlauf der Konversation verschiebt sich der Fokus. Einige Teilnehmer behaupten, Michael Corleone sei keine so anspruchsvolle Rolle wie angenommen. "Ich glaube nicht, dass Michael Corleone ein Hamlet, Macbeth oder Segismundo ist. Das reicht nicht heran", sagt ein Nutzer und fügt hinzu, jeder gute italienische Schauspieler hätte Vito genauso gut oder besser gespielt. Auch Robert De Niro wird erwähnt: beschrieben als ein Interpret, der seine Karriere auf zwei Register stützte – den Gangster und den Verrückten – und als weniger vielseitig als Landa betrachtet wird.

Die Debatte erstreckt sich auf die Saga selbst. Manche nennen sie "einen der am meisten überschätzten Filme aller Zeiten", finden sie "lang, langweilig" und mit italienischen Dialogen, die das Sehen erschweren. Andere verteidigen den Reichtum der politischen Handlung und Michaels Entwicklung und argumentieren, dass der dritte Teil,虽 verzichtbar, bemerkenswerte Momente enthalte. Die Diskussion über die ideale Besetzung bewegt sich zu Namen wie Anthony Quinn, Burt Lancaster, Robert Mitchum oder Sean Connery – alle mit einer Fülle und Präsenz, die Landa nach herrschender Meinung nicht hatte.



Die Grundfrage bleibt unbeantwortet. Landa spielte nie einen Mafia-Boss, und die Hypothese, ob er geglückt oder gescheitert wäre, bleibt Spekulation. Was der Austausch klarstellt, ist, dass das spanische Kino einen enormen Schauspieler hatte, dessen eigene Physis und Filmografie Türen schlossen, die ihm vielleicht nie geöffnet wurden. Ein auffälliges Detail: 542 Tage nach Beginn der Diskussion hat niemand eine konkrete Szene vorgeschlagen, in der Landa als Pate überzeugend gewesen wäre.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (135 Antworten).

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