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50 Euro Mindesteinkommen und Tafeln: Spaniens Armut, die niemand sieht
Ein Bericht aus Jerez, Spanien, zeigt, wie das IMV-Mindesteinkommen bei Wohngemeinschaften auf 50 Euro pro Person sinkt und Betroffene auf Tafeln angewiesen sind. Die Alternativen: auswandern oder…
50 Euro vom IMV und Tafeln: das Spanien, das in keiner Statistik auftaucht
Ein Mann in Jerez de la Frontera, Spanien, überlebt mit 50 Euro im Monat vom Ingreso Mínimo Vital (Spaniens staatliches Mindesteinkommen) und isst in Tafeln. Er hat ein geerbtes Haus, teilt es aber mit seinem Bruder, der arbeitet – und das hat seine Leistung auf eine lächerliche Summe reduziert. In seiner Stadt findet er keine Arbeit und lehnt es ab, nach Madrid zu ziehen und eine Unterkunft mit Obdachlosen zu teilen. Sein Fall, der in Wirtschaftsforen diskutiert wird, ist kein Einzelfall.
Das IMV war als letzte Auffanglinie gedacht, doch die Höchstbeträge je nach Haushaltszusammensetzung machen die Hilfe zur bloßen Symbolik. Wer mit einem Verwandten zusammenlebt, der irgendein Einkommen hat, sieht seine Leistung drastisch gekürzt – selbst wenn dieser Verwandte ihn nicht unterstützt. Das Ergebnis: Menschen mit Wohnung, aber ohne Geld zum Essen, abhängig von wohltätigen Einrichtungen.
Die Alternativen sind hart: Deutsch lernen und in die Schweiz auswandern, um zu arbeiten, wo immer es geht – oder sich ins extreme Elend fügen. Andere in ähnlicher Lage zahlen 400 Euro im Monat, um nicht in dieses Loch zu rutschen, und sind am Ende genauso arm. Die verblüffende Erkenntnis: Manche zahlen lieber 400 Euro, als mit 50 zu leben, obwohl das finanzielle Ergebnis dasselbe ist. Der Unterschied ist die Würde, nicht von einem Gratismenü abhängig zu sein.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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