200 Euro pro Nacht für Drei-Sterne-Hotel in Spanien

Ein Forennutzer kritisiert überhöhte Preise: 200 € für ein Drei-Sterne-Hotel in Valencia im Vergleich zu 120–150 € für Fünf-Sterne-Hotels in Krakau.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

200 Euro pro Nacht für Drei-Sterne-Hotel in Spanien
200 Euro pro Nacht für ein Drei-Sterne-Hotel in Valencia

Der Autor des Threads beziffert die Kosten für eine Nacht in einem Drei-Sterne-Hotel in Valencia und Barcelona auf 200 Euro. Um diese Summe – sowie um die 170 Euro inklusive Frühstück im Bereich der Ciudad de las Artes y las Ciencias, an sich einer der günstigeren Standorte – rankt sich ein Vergleich, der keine Zweifel lässt: Ein Fünf-Sterne-Hotel in Krakau Ende Oktober kostet zwischen 120 und 150 Euro. Das Muster wiederholt sich beim Entrecôte, bei den Mieten, beim Cocido und sogar bei vier IKEA-Möbeln. Die Klage ist nicht, dass etwas teurer geworden ist: Es ist alles gleichzeitig teurer geworden. Und die Schlussfolgerung des Thread-Eröffners duldet keine Nuancen: In Spanien kann man nicht von weniger als 3.000 Euro im Monat leben.

Was kostet eine Übernachtung im Drei-Sterne-Hotel in Valencia oder Barcelona?

Seiner Darstellung nach liegt der Preis zwischen 170 und 200 Euro pro Nacht, und das ist die Untergrenze. Unter 160 Euro muss man einen Großteil des Angebots ausschließen: geteilte Zimmer, Ferienwohnungen und Unterkünfte ohne permanente Rezeption zählen nicht als Hotel. Mit diesem Filter wird der Spielraum eng. Das Ergebnis wirkt absurd durch reine Arithmetik, nicht durch Ideologie: Es gibt Drei-Sterne-Hotels, die genauso viel oder mehr kosten wie Vier-Sterne-Hotels, eine Anomalie, die regelmäßige Bucher kaum noch überrascht.

Das Gegenbeispiel existiert und kursiert detailliert: Ein Vier-Sterne-Hotel, sechs Nächte für drei Personen für knapp über 900 Euro mit Vollpension, in guter Lage. Das entspricht etwa 50 Euro pro Person und Nacht inklusive Service. Der Schlüssel liege, so heißt es, im Wissen, wie man sucht. Und eine Nebenwirkung, die alles beeinträchtigt: In Paris kostet ein einfaches Hotel, das früher 250 Euro pro Nacht kostete, nun mindestens 300 Euro, und am Wochenende steigt der Preis auf 450 Euro.

Was kostet Essen à la carte in Madrid?

Mindestens 60 Euro pro Person. Mit Wein 80 Euro. Mit zwei Gläsern 100 Euro. Und trotzdem nicht satt. Der Madrider Cocido kostet mindestens 40 Euro (50 Euro mit Wein), zwei Portionen Fisch liegen bei 30–40 Euro, und ein 400-Gramm-Entrecôte aus der Metzgerei ist nicht unter 10–12 Euro zu bekommen, was bereits dem Marktpreis von rund 30 Euro pro Kilo entspricht. Die sichtbare Folge liegt seiner Meinung nach in den Fischgeschäften: Keine Leute zwischen 35 und 40 Jahren kaufen frischen Kabeljau oder Seehecht, nur Mütter, die Sardinen und billige Stücke mitnehmen, und Rentner, die dort einen großen Teil ihrer Rente lassen.

Der Einkaufskorb folgt derselben Tendenz. Produkte, die bei 0,69 Euro lagen, sind auf etwas über 1 Euro gestiegen; eine kleine Dose Kakao kratzt an der 4-Euro-Marke; der wöchentliche Einkauf ist für jemanden, der alles isst, von 30–40 auf 50–60 Euro gestiegen. Ein Forennutzer fasst zusammen: Die Lebensmittelpreise sind um 30 % bis 40 % gestiegen. Sogar IKEA steht auf der Liste, mit vier Artikeln, die zusammen nicht unter 1.000 Euro liegen. Strom und Wasser, bei denen Steuern aufeinander berechnet werden, um die MwSt. zu ermitteln, runden die Rechnung ab.

Krakau, Portugal und Bangkok: Der Vergleich, der verwirrt

Der externe Spiegel zeigt nicht immer das erwartete Bild. Portugal, das als günstig galt, verlangt 20 Euro für ein Tagesmenü ohne Dessert und 31 Euro pro Nacht auf einem Campingplatz in Évora. In Polen kosten 300 Mbit/s Glasfaseranschluss 35 Zloty, etwa 8,17 Euro. Und in Bangkok kostet ein ganzer Monat in einem Apartment mit Fitnessstudio und Pool in der Hochsaison 550 Euro, während eine Nacht in Madrid oder Barcelona bis zu 150 Euro gehen kann. In Prag kostet ein nationales Bier rund 4 Euro, und eine normale Pizza liegt nicht unter 18 Euro. Der Preisanstieg ist nicht ausschließlich spanisch, auch wenn die Intensität, mit der er hier wahrgenommen wird, etwas Lokales hat.

Das Argument der Qualität: Spanische Produkte vs. nordeuropäische Kost

Angesichts des einfachen Titels, dass alles teuer sei, tritt die Verteidigung des Produkts in den Vordergrund. Im Süden isst man mit Geld besser: frisches Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch sind für mittlere Einkommen zugänglich. Im Norden Europas, so wird argumentiert, löst man das Problem der Grundqualität mit verarbeiteten Produkten und Reifung in Kühlkammern. Manche gehen weiter und vergleichen Einkommen: Ein finnisches Paar mit 11.000 Euro monatlichem Nettoeinkommen isst schlechter als jemand, der in Spanien 1.500 Euro verdient, und wer in den Niederlanden oder Deutschland 7.000 Euro netto erhält, verbessert seinen Lebensstandard nicht im Vergleich zu einem Gehalt von 1.400 Euro in Madrid. Auf der anderen Seite lautet die Antwort einfach: Die besten Produkte werden an die exportiert, die am meisten zahlen. Wenn die Diskussion darauf abgleitet, welches Gehalt jeder bezieht und wohin man emigriert ist, bricht die Analyse zusammen und der Austausch mündet in persönliche Beleidigungen.

Kann man in Madrid von weniger als 3.000 Euro im Monat leben?

Die Antwort hängt davon ab, wen man fragt, und genau dort liegt der Stillstand. Eine Gruppe behauptet, dass man von 3.000 Euro nur lebt, ohne Luxus, und dass die tatsächliche Zahl für ein normales Leben deutlich höher liegt. Eine andere entgegnet, dass Menschen mit niedrigeren Einkommen von 1.400 Euro überleben und dass das Durchschnittseinkommen bei rund 4.000 Euro liegt. Zwischen diesen beiden Extremen dominiert das Gefühl, dass Geld an Wert verloren hat, weil zu viel davon im Umlauf ist, und dass die Mieten in Madrid, Barcelona, Valencia und Málaga jede Berechnung sprengen. Andere erinnern an die Neunziger: Ein Tagesmenü für 950 Pesetas und fünf Tausender-Scheine, mit denen zehn Leute essen gehen konnten.

Mit diesen Zutaten wäre die vernünftige Frage, wie viel genau zum Leben nötig ist, und dort bleibt die Analyse unbeantwortet. Niemand bestreitet, dass Wohnraum und Gastronomie sich vom allgemeinen Preisniveau gelöst haben; niemand stimmt bei der Schwelle überein. Die Nostalgie der Peseta funktioniert als emotionales Thermometer, nicht als Preisindex. Und an diesem Punkt – Zahl gegen Zahl, Land gegen Land – stoppt die Diskussion, ohne die definitive Zahl gefunden zu haben.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (440 Antworten).

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