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18.000 € mit fünf KI-Agenten: die Rechnung eines Forumnutzers
Ein Forumnutzer behauptet, im September 18.000 Euro mit fünf KI-Agenten umgesetzt zu haben, während das Projekt mit dem meisten Code null Einnahmen erzielt
Fünf KI-Agenten und eine Rechnung von 18.000 €: keine Gehälter
Ein Sprachmodell den ganzen Tag über im „Non-Stop“-Modus Code generieren lassen – so schildert es ein Forumnutzer. Das Abo kostet 90 Euro im Monat, und das Ziel, das er selbst zugibt, ist nicht, Programmieren zu lernen: Es geht darum, Programmierern die Arbeit wegzunehmen. Diese Szene zeichnet das Bild der aktuellen Lage beim Vibe Coding, der Praxis, die KI schreiben zu lassen, während man zusieht. Hinter der Begeisterung steht eine unbequeme Frage: Bringt das Geld ein, oder macht es nur Lärm?
Wie viel KI-Agenten wirklich umsetzen
Die höchste Zahl, die auf den Tisch kommt, sind 18.000 Euro Umsatz im September, laut der Rechnung des Erzählers, mit fünf parallel arbeitenden Agenten (Micro-SaaS, Automatisierung für Unternehmen, Nischenvalidierung) und 10.000 Euro netto in der Kasse nach Tools, APIs und Kundengewinnung. Wer diese Rechnung aufstellt, fasst es so zusammen: „Meine Arbeit ist nicht mehr ‚programmieren‘: Es geht darum zu entscheiden, was gebaut wird, Constraints zu setzen, Metriken zu beobachten und schnell zu killen, was keine Traktion zeigt.“ Seine goldene Regel: Cash schlägt Hype, und ein Experiment ist nur wert, wenn es Umsatz bringt.
Der Zweifel kommt sofort. Ein Geschäft ohne wiederkehrende Kunden ist eine Sommerliebe, und 18.000 Euro in einem einzigen Monat sagen nichts darüber aus, was im Januar übrig bleibt. Da gehen die Meinungen auseinander: Dass man Umsatz machen kann, bestreitet niemand – strittig ist, ob es sich trägt.
Der Archetyp des Micro-SaaS mit null Umsatz
Parallel dazu kursiert die Parodie des Genres, geschrieben von einem anderen Forumnutzer: Ein Agent baut das x-te Tool zum Zusammenfassen von PDFs und macht 0 Euro, während es in derselben Woche gegen 4.800 Konkurrenten auf Product Hunt antritt; ein anderer verschickt 600 Kaltakquise-Mails mit generischem Pitch, bis die Domain auf Spam-Blacklists landet; ein dritter verbrennt 90 Dollar an Tokens, um einen Nebenläufigkeitsfehler zu beheben, den das Modell selbst drei Anweisungen zuvor eingebaut hat. Die Pointe: Die erste Zahlung, die reinkommt, sind 9 Dollar.
Das Projekt mit dem meisten Code macht exakt null Umsatz, so der Forumnutzer selbst. Der Markt bezahlt keine schöne Architektur, wie ein anderer Beteiligter sagt.
Warum ist es in Spanien schwerer, Geld zu verdienen?
Sobald jemand tatsächlich Geld kassieren will, tauchen die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die Körperschaftsteuer, die Einkommensteuer und die vierteljährliche Umsatzsteuer auf. Manche nennen es, ohne Umschweife, unmöglich. Dazu kommt eine grundsätzliche Diagnose: Die endlosen Abos haben die Leute verärgert, und der Durchschnittsnutzer zahlt nur noch für das Unverzichtbare.
Und das alte Märchen – ein Produkt, das sich schon mit einem kleinen Prozentsatz der acht Milliarden Menschen auf dem Planeten trägt – scheitert an den drei klassischen Stufen: Niemand kennt die Plattform, man muss obszöne Summen für Kundengewinnung und anschließende Bindung ausgeben, und dann bleibt der Endgegner: jemanden davon zu überzeugen, die Karte zu zücken.
Der Flaschenhals ist nicht der Code, sondern das Marketing
Hier kommt die Nuance, die fast niemand zugeben will. Mehrere fertige Projekte werden nie verkauft, weil ihr Schöpfer statt zu verkaufen weitere Funktionen einbaut. Der Flaschenhals ist der Vertrieb, räumt ein Forumnutzer ungeschönt ein. Und wenn jemand ein konkretes Beispiel verlangt – wofür ist es gut und wer zahlt dafür –, antwortet niemand.
Das Geschäft, das wirklich funktioniert, ist meist das mit dem wenigsten Code: das Zwei-Stunden-Experiment. Wer monatelang entwickelt, liegt weiterhin bei null.
Vor diesem Hintergrund klingt das Versprechen, Programmierer arbeitslos zu machen, wie eine Schlagzeile aus einem anderen Jahr. Die Zahl, die aus der Bahn wirft, ist nicht, wie viel der beste Agent umsetzt, sondern dass das Projekt mit dem meisten Code exakt 0 Euro einnimmt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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