Sein 17-jähriger Neffe hat keine Partnerin – und ist nicht der Einzige in seiner Klasse
Haben 17-jährige Jugendliche tatsächlich aufgehört, sens Beziehungen zu führen? Ein Mann stellte sich diese Frage ernsthaft nach einem Gespräch mit seinem Neffen, das ihn tief beeindruckte. Der junge Mann wartet auf die Nachprüfung im September, um einen guten Studienplatz zu bekommen, war noch nie mit einem Mädchen zusammen und behauptet, dass sich in zwei Jahren Oberstufe nur ein Paar in seiner Klasse gebildet habe. Zum Abschlussausflug seien die Hälfte der Mädchen und kein einziger Junge gegangen, außer einem Wiederholer.
Der Onkel griff zum klassischen Argument: In der Pflege oder Medizin verdopple sich das soziale Leben, dort finde man garantiert eine Partnerschaft und es herrsche jedes Wochenende eine Atmosphäre wie in einem amerikanischen Film. Der Neffe sah ihn an, ohne ihm ein Wort zu glauben. Seine Antwort war, dass ohne Auto nichts möglich sei, und er lieber realistisch bleibe, statt sich Illusionen zu machen, die später enttäuschend wären. Die Szene hat etwas von einer vorweggenommenen Niederlage.
Wie viele 18-Jährige haben bereits sens Erfahrungen gemacht?
Die Zahlen, die in solchen Gesprächen kursieren, sind deutlich niedriger als das allgemeine Rauschen vermuten lässt. Eine häufig zitierte Schätzung besagt, dass nur etwa 5 % der 18-Jährigen sens Erfahrungen gesammelt hätten; korrigierte Angaben senken dies sogar auf 1 %. Von diesen 5 % bliebe zudem vieles bei einmaligen Erlebnissen. Die Mehrheit, so diese Version, habe nur oberflächlich gekostet und viel erzählt.
Manche berichten ungeschönt vom eigenen Fall: Ein 17-Jähriger, der angibt, nie eine Frau berührt zu haben und dem nie eine angesprochen habe. Das ist keine statistische Anomalie, sondern das Profil, das Fachleute beschreiben, die täglich mit Jugendlichen arbeiten. Es gibt Stimmen, die sagen, die Situation habe sich verschlechtert, doch mit solchen Ausgangsdaten bleibt jeder Vergleich spekulativ.
Vor dreißig Jahren war es auch kein Fest
Hier bricht die Erzählung des nostalgischen Onkels auseinander. Ein Oberstufenlehrer erinnert sich, dass seine Klasse in den 90ern fast nur aus Jungen bestand, mit zwei oder drei Mädchen, und dass nur wenige Wiederholer im Alter von 19 oder 20 Jahren in einer Beziehung waren. Der Rest hatte nichts. Einige hatten vielleicht heimlich eine kurze Affäre auf einer Parkbank; die meisten nicht einmal das.
Eine andere Stimme mit dreißig Jahren Abstand schätzt, dass an ihrer Schule maximal vier Personen sens Erfahrungen hatten, und das inmitten der begehrtesten Mädchen der Stadt. Jemand fasst es noch kürzer zusammen: In 33 Jahren hat sich nichts geändert. Die wiederkehrende Idee ist, dass Sens historisch gesehen etwas Außergewöhnliches war, mit einer enormen Zahl von Männern, die starben, ohne jemals Erfahrung gehabt zu haben. Der Unterschied heute ist, dass darüber offen gesprochen wird, oft mit dem Smartphone in der Hand.
Hypersenshyper ohne Sens
Die am häufigsten genannte Diagnose ist nicht der Mangel an Lust, sondern der Überschuss an Reizen. Ein 47-jähriger Lehrer beschreibt eine Generation, die spätestens mit 12 Jahren Prono konsumiert, früh über Instagram flirtet, mit Bisensbi locker umgeht und Sensual schon in der Grundschule erhält. Mit 14 gilt Sens als nichts Geheimnisvolles – oder zumindest glauben sie das. Und ohne Tabus fehlt der Reiz.
Die Verteilung ist zudem ungleich. Manche behaupten, dass die Mädchen in der Schule Beziehungen mit älteren Jungs außerhalb der Klasse pflegen, oft Anfang 20, während ihre Klassenkameraden zuschauen müssen. Die härteste Version fasst jemand in einem Satz zusammen: Die Jungs haben nichts, die Mädchen haben alles, und wahrscheinlich mit demselben Typen fast alle. Im Alter des Neffen, fügt ein anderer hinzu, hätten nur die Bad Boys mit Motorrad Erfolg gehabt.
Auto, Studium und der wirtschaftliche Filter
Der junge Mann selbst ist klar: Ohne Auto kein Sozialleben. Hier kreuzt sich das wirtschaftliche Argument. Es wird vertreten, dass die Universität weder als sozialer Aufsteiger noch als emotionaler Markt funktioniere, da Mädchen wüssten, dass ein Junge ohne Kontakte oder Förderer bis 35 zu Hause bleiben müsse und Arbeit knapp sei, außer in Nischen. Der Abschluss allein löse nichts. Weder der Grad noch die Mindestnote.
Es gibt sogar Zweifel am gesamten Szenario. Ein Oberstufenlehrer fragt sich, welche Nachprüfung im September gemeint sei, wenn diese Möglichkeit im Bildungssystem abgeschafft wurde, und schließt aus, dass man heute auf diesem Weg Medizin studiere. Ab hier durchzieht die Vermutung, dass das Bild übertrieben sei, weite Teile des Gesprächs, wobei die Aussage des Neffen, für die Mädchen seiner Schule unsichtbar zu sein, als Hauptbeleg dient.
Einstellung, Fitnessstudio und Selbstbewusstsein: Der Rat, der nicht überzeugt
Auch das klassische Handbuch schneidet schlecht ab. Es heißt oft, dass nicht Schönheit, sondern Sicherheit entscheidend sei, nicht gehemmt zu sein und einen klaren Kopf zu haben; dass viele Chancen wegen Schüchternheit verpasst hätten und dies erst änderten, als sie daran arbeiteten. Als praktische Tipps erscheinen Fitnessstudio, Imagepflege und Reisen. Das klingt nach Onkel-Ratschlägen, und der Neffe hat bereits klargemacht, was er davon hält.
Das Gegenargument ist vernünftig: Wenn die Voraussetzungen Auto, Gehalt, Wohnung und emotionale Stabilität mit 17 sind, ist der Filter nicht sens, sondern wirtschaftlich. Und dagegen hilft kein Gewichtheben.
Am Ende ist die bequemste Schlussfolgerung, dass das Problem bei den Jugendlichen liegt, nicht bei denen, die seit dreißig Jahren behaupten, früher sei alles besser gewesen, als sie dieses Alter hatten. Der Neffe meanwhile bleibt der einzige in der Klasse, der etwas begriffen hat.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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