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150 Tote auf der Kanaren-Route: das Geschäft der Schleusermafias
Ein Piroge mit 200 Menschen an Bord verließ Gambia im Juni; nur 38 überlebten. Das Geschäft der Mafias und die Kosten für Europa, in einer Analyse.
Das Schiffsunglück, das das Geschäft mit der illegalen Einwanderung entlarvt
Mehr als 150 Vermisste im Atlantik. Ein Piroge mit 200 Insassen verlässt Gambia am 28. Juni. Nur 38 werden einen Monat später treibend vor Mauretanien gerettet. Nach Angaben des UNHCR steigt die Zahl der Toten auf 143. Die Zahl ist vernichtend, doch die öffentliche Debatte dreht sich darum, wer schuld ist – nicht um die wirtschaftlichen Kosten einer Route, bei der Millionen umgesetzt werden.
Manche verweisen auf die Mafias, die mit voller Straffreiheit operieren und seeuntüchtige Boote mit Dutzenden Menschen und minimalem Treibstoff beladen. Eine immer wieder geäußerte Analyse besagt, dass viele dieser Überfahrten mit Mutterschiffen beginnen, die die Migranten näher an die Gewässer der Kanaren bringen und sie dann im Stich lassen – das verkürzt die Fahrzeit, nicht das Risiko. Die Realität ist, dass jedes Unglück Kosten für Rettung, Rückführung und Hilfe verursacht, die am Ende die europäischen Steuerzahler tragen.
Andererseits werden Massenregularisierungen und die Förderung von NGOs als Anziehungsfaktor genannt, der den Migrationsdruck erhöht. Die eigentliche Verantwortung für diese Tragödien liegt jedoch bei den Schleusern, die die Verzweiflung anderer ausbeuten. Das Geschäft ist lukrativ: Die Preise pro Person erreichen mehrere tausend Euro. Solange die Schleusernetzwerke nicht zerschlagen werden, bleiben die Unglücke die grausamste Statistik der Kanaren-Route. Die Prognose lautet: Ohne Änderungen in der Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitländern wird die Zahl der Toten im Atlantik weiter steigen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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